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Behindertensportler des Jahres
Marcel Hug - «Swiss Silver Bullet» auf Gold fokussiert
Verdientermassen wurde Marcel Hug erstmals zum Behindertensportler des Jahres gewählt. An den diesjährigen Leichtathletik-Weltmeisterschaften der Behindertensportler gewann er nicht weniger als fünf Medaillen.
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Der 25-jährige Rollstuhlsportler aus Nottwil sicherte sich in Christchurch (Neuseeland) den Weltmeistertitel über 10'000 m und wurde über 400, 800, 1500 und 5000 m jeweils mit Silber ausgezeichnet. Ende September krönte Hug seine Saison, als er erstmals den Marathon in Berlin vor Seriensieger Heinz Frei für sich entscheiden konnte.
Bereits Newcomer des Jahres 2004
Im Gegensatz zu Edith Hunkeler, Franz Nietlispach und Heinz Frei, die an der jährlichen Sportlergala in der Kategorie «Behindertensport» mehrfach den Sieg davontrugen, hat Marcel Hug in der Schweiz noch nicht allgemeine Bekanntheit erlangt.
Dabei hatte er bereits 2004 für Aufsehen gesorgt, als er als erster Behindertensportler zum Newcomer des Jahres im Schweizer Sport erkoren wurde und dabei Vertreter der arrivierten Publikumssportarten Fussball (Johan Vonlanthen) und Rad (Fabian Cancellara) hinter sich liess. Hug hatte zuvor an den Paralympics in Athen die Bronzemedaille über 800 und 1500 m errungen.
Ziel London 2012
Der Modell-Athlet, der auf einem Bauernhof in Pfyn im Kanton Thurgau aufgewachsen ist und seit Jahren unter seinem Coach und Förderer Paul Odermatt in Nottwil trainiert, will seiner beeindruckenden Medaillensammlung im kommenden Jahr in London die wertvollste Auszeichnung hinzufügen. Sein grösstes Ziel ist der Gewinn einer Goldmedaille an den Paralympics, nachdem ihm 2008 in Peking das Wettkampfglück nicht hold gewesen ist.
Für einmal will der Weltrekordhalter über 800, 1500, 5000 und 10'000 m seinem Übernamen «Swiss Silver Bullet» - Hugs Markenzeichen ist ein auffälliger Silberhelm - im kommenden Spätsommer also nicht gerecht werden.
(Si)


