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UEFA EURO 2012™

EURO 2012

Tschechien - die Stars bleiben Cech, Rosicky und Baros

Donnerstag, 1. Dezember 2011, 11:49 Uhr, Aktualisiert 10:03 Uhr

Tschechiens aktuelle EURO-Mannschaft hat viel vom Glanz vergangener Zeiten eingebüsst. Die altgedienten Stars wie Petr Cech oder Tomas Rosicky sollen es noch einmal richten, die neue Generation scheint für Grosstaten noch nicht bereit.

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EURO 2012: Kader Tschechien

Tor
1 Cech Petr Chelsea 20.05.82
16 Lastuvka Jan Dnjepropetrowsk 07.07.82
23 Drobny Jaroslav Hamburger SV 18.10.79
Verteidigung
2 Gebre Selassie Theodor Slovan Liberec 24.12.86
3 Kadlec Michal Bayer Leverkusen 13.12.84
4 Suchy Marek Spartak Moskau 29.03.88
5 Hubnik Roman Hertha Berlin 06.06.84
6 Sivok Tomas Besiktas Istanbul 15.09.83
8 Limbersky David Viktoria Pilsen 06.10.83
Mittelfeld
9 Rezek Jan A. Famagusta 05.03.82
10 Rosicky Tomas Arsenal 04.10.80
11 Petrzela Milan Viktoria Pilsen 19.06.83
12 Rajtoral Frantisek Viktoria Pilsen 12.03.86
13 Plasil Jaroslav Bordeaux 05.01.82
14 Pilar Vaclav Viktoria Pilsen 13.10.88
17 Hübschman Tomas Schachtar Donezk 04.09.81
18 Kolar Daniel Viktoria Pilsen 27.10.85
19 Jiracek Petr Wolfsburg 02.03.86
22 Darida Wladimir Viktoria Pilsen 08.08.90
Sturm
7 Necid Tomas ZSKA Moskau 13.08.89
15 Baros Milan Galatasaray 28.10.81
20 Pekhart Tomas Nürnberg 26.05.89
21 Lafata David Baumit Jablonec 18.09.81
Trainer
Bilek Michal 13.04.65

Zwei Jahre nach der verpassten WM von Südafrika ist Tschechien zurück im internationalen Geschäft. Das Turnier in Polen und der Ukraine könnte gleichzeitig für den definitiven Abschied einer Generation stehen: Die routinierten Stars im EURO-Team wie Goalie Petr Cech, Mittelfeldspieler Tomas Rosicky und Stürmer Milan Baros sind die letzten Vertreter des Teams um Pavel Nedved, Jan Koller und Karel Poborsky, das einst zu den besten Equipen der Welt gehörte. 

16 Legionäre im Kader

Cech, Rosicky und Baros sind denn auch die Stars der Equipe von Coach Michal Bilek, die Akteure der nächsten Generation haben bei weitem nicht solch klingende Namen. Trotzdem kann Bilek auf einen Stamm von Legionären zählen, die ihr Geld in der Bundesliga, der Ligue 1, in Russland oder der Türkei verdienen. 16 der 23 Spieler Tschechiens stehen im Ausland unter Vertrag, der Rest kommt vorwiegend von Viktoria Pilsen, dem überraschenden Champions-League-Teilnehmer der letzten Saison.

Stärken: Erfahrung in allen Linien

Cech, der vielleicht beste Torwart der Welt, Rosicky und Baros bringen ungemein viel internationale Erfahrung mit. Die beiden Offensiv-Akteure können an einem guten Tag immer noch für die Differenz sorgen, zwischen den Pfosten tut dies Cech quasi aus Gewohnheit. Tomas Hübschmann, seit Jahren bei Schachtar Donezk unter Vertrag, oder Jaroslav Plasil (Girondins Bordeaux) sorgen für die Absicherung. Auch die Abwehr-Zentrale ist mit Tomas Sivok (Besiktas) und Michal Kadlec (Leverkusen) gut besetzt. 

Schwächen: Reicht Baros als Sturmspitze?

Im Angriff lastet viel Verantwortung auf Baros, der eigentlich nicht das Profil des heute geforderten Stossstürmers hat. Die jungen Tomas Necid (ZSKA Moskau) und Tomas Pekhart (1.FC Nürnberg) haben noch kein grosses Turnier bestritten und müssen sich auf diesem internationalen Niveau erst noch beweisen. Immerhin hätte Pekhart die Masse, falls man die Brechstange hervorholen müsste. Und: Ein neuerlicher Ausfall des lange verletzten Rosicky wäre für Tschechien kaum zu kompensieren.

Trainer: Vom Assistent zum Chef

Der 47-jährige Michal Bilek ist seit Herbst 2009 im Amt. Der bisherige Assistent trat die Nachfolge von Ivan Hasek an, der nach der verpassten WM-Qualifikation zurücktrat. Bilek ist in Tschechien nicht unumstritten, bei einem frühen Out dürfte er seinen Job los sein. Seine grössten Erfolge waren bisher das Double 2007 mit Slavia Prag sowie das Erreichen des EM-Finals 2003 mit Tschechiens U19.

(ac)