Arena Gdansk, Danzig
Kapazität: 40'000
Bau: 2008 – 2011
Kosten: ca. 193 Millionen Euro
Die vollständig neu gebaute Arena Gdańsk erfuhr ihr Richtfest am 24. Juli 2010 nach rund 3-jährigen Bauarbeiten. Die internationale Premiere fand schliesslich am 6. September 2011 im Rahmen eines Freundschaftsspiels zwischen Polen und Deutschland (2:2) statt.
Die Kosten für das Stadion, das 43´608 Zuschauern Platz bietet, beliefen sich auf ca. 193 Millionen Euro. Nach der EURO 2012 wird der heimische Verein Lechia Gdansk seine Heimspiele in der Arena austragen.
Die Fassade des Danziger Stadions ist mit Polycarbonatplatten in verschiedenen, an Bernstein erinnernden Brauntönen verkleidet und erstrahlt je nach Sonnenlicht in goldener Farbe. Während der EURO 2012 ist Danzig Austragungsort von 3 Vorrundenspielen und einem Viertelfinal.
Das Stadion in Zahlen:
Kapazität: 40‘000
Bau: Dezember 2008 – Juli 2011
Baumassnahmen: Neubau
Fertigstellung: Juli 2011
Kosten: 775 Millionen Zloti (ca. 193 Millionen Euro)
Die Spiele in Danzig:
10. Juni: Spanien - Italien
14. Juni: Spanien - Irland
18. Juni: Kroatien - Spanien
22. Juni: Viertelfinal 1. Gruppe B - 2. Gruppe A
Die Stadt: Danzig (polnisch: Gdańsk)
Danzig ist eine Hafen- und ehemalige Hansestadt in Polen. Sie liegt westlich der Weichselmündung in der historischen Landschaft Pommerellen und ist Hauptstadt der Woiwodschaft Pommern. Die Stadt hat über 450'000 Einwohner und bildet zusammen mit Gdynia (Gdingen) und Sopot (Zoppot) die Dreistadt (polnisch Trójmiasto) mit mehr als 740'000 Einwohnern. Im gesamten städtisch geprägten Ballungsraum Danzig leben mehr als 1,2 Millionen Menschen.
Erstmals erwähnt wurde Danzig 999 als urbs Gyddanzyc. Während der ersten polnischen Teilung schädigte der preussische König Friedrich II. die Stadt mit strengen Embargos. Doch Napoleon Bonaparte trat als Retter auf, besiegte die Preussen und etablierte Danzig als freie Stadt. Aufgrund der Kriege geschwächt wurde die Stadt zum Spielball der Grossmächte. Im Wiener Kongress wurde Danzig wieder Preussen zugesprochen, während der Versailler Vertrag es zu einer freien Stadt und nicht zu einem Teil Polens machte.
1939 integrierte die von Faschisten kontrollierte Stadtregierung Danzig ins 3. Reich. Während des Zweiten Weltkrieges bombardierten die Briten die Stadt stark und während der Befreiung durch die sowjetische Armee wurde sie weiter zerstört und ausgeplündert. 124'000 deutsche Danziger wurden vertrieben: Danzig war nur mehr eine ausgebrannte Hülle seiner selbst.
In der Folge wurde die Stadt wieder aufgebaut und viele Gebäude in ihrer ursprünglichen Form wiederhergestellt, Universitäten gegründet und die alten Werften zu Industriezentren umgewandelt. Danzig wurde zu einem wichtigen Faktor, die Zukunft Polens und damit die des gesamten Ostblocks zu formen. Heute ist die politische Bedeutung der Stadt Danzig zurückgegangen, dafür ist sie wirtschaftlich führend auf dem liberalisierten polnischen Markt.
Aus Danzig stammen Berühmtheiten wie der Philosoph Arthur Schopenhauer oder der Schriftsteller Günter Grass. Fussballerisches Aushängeschild ist Lechia Gdańsk. Der Verein erlebte in seiner Geschichte ein ständiges Auf und Ab. In der Saison 1982/83 sicherte sich der damalige Zweitligist sensationell den Pokalsieg, 2001 wurde die Mannschaft aus finanziellen Gründen in die 6. Liga zurückgestuft. Derzeit spielt Lechia wieder in der höchsten polnischen Liga. Der berühmteste Spieler der Stadt ist ohne Zweifel Andrzej Szarmach. Er erzielte in 61 Länderspielen 32 Tore und gehörte in den 70er Jahren zu den besten Stürmern Europas. Bei der FIFA-WM 1974 in Deutschland gelangen ihm 5 Tore, die Polen zum 3. Platz verhalfen.
(cud)