Tennis
US Open
Federer verliert 5-Satz-Krimi gegen Djokovic
Roger Federer ist im Halbfinal der US Open gescheitert. Die Weltnummer 3 unterlag trotz 2 Matchbällen der Weltnummer 1 Novak Djokovic nach einem dramatischen 5-Satz-Krimi mit 7:6, 6:4, 3:6, 2:6 und 5:7.
Eigentlich sprach nach 2 Sätzen alles für Federer. Der Baselbieter verspielte jedoch eine 2:0-Führung und liess Djokovic wieder in die Partie kommen.
Im 5. Satz gelang Federer das Break zum 5:3 und der Schweizer hatte danach gar 2 Matchbälle. Doch der unermüdliche Serbe schlug wieder zurück, realisierte ein Doppelbreak, das ihm nach 231 Minuten den Sieg sicherte.
Djokovics eiserner Wille
«Ich lag mit 2 Sätzen hinten. Roger spielte besser, aber ich schaffte es, mich zu steigern», analysierte Djokovic nach der denkwürdigen Partie. «Letztes Jahr war die Situation sehr ähnlich, er hatte auch 2 Matchbälle. Ich habe stark mit der Vorhand draufgehalten. Und ich hatte Glück.» Im Final trifft Djokovic auf Rafael Nadal.
Pech mit der Netzkante
Wenig fehlte Federer zum Finaleinzug: Bei seinem 1. Matchball schlug ihm Djokovic einen ultra-schnellen Return um die Ohren. Bei der 2. Gelegenheit segelte ein Ball des Baselbieters via Netzkante ins Out.
Djokovic couragierter
Danach wirkte der fünffache US Open-Champion resigniert. Djokovic stellte fast mühelos auf 5:5 und danach auf 6:5. Auch als Federer mit dem Rücken zur Wand stand, spielte der Schweizer zögerlich und verunsichert. Das war wohl der kleine Unterschied zwischen den beiden Spielern: Djokovic hatte bei den Matchbällen gegen sich couragiert agiert. Federer reagierte am Ende nur noch.
«Ich hätte den Match niemals verlieren dürfen», sagte ein enttäuschter Federer nach der Partie, «aber ich habe am Ende nicht gut genug gespielt. Ich bin selber schuld.»
(sil/rek)


