Eishockey
NHL
Hiller: «Allstar-Game ist wieder ein Ziel»
Vor einem halben Jahr trat bei Jonas Hiller eine rätselhafte Gleichgewichts-Störung auf, die den NHL-Goalie ausser Gefecht setzte. Jetzt bereitet sich der Appenzeller in der Schweiz gewissenhaft auf die neue Saison vor - und ist optimistisch.
Es geschah im Februar im Spiel der Anaheim Ducks gegen San Jose: Ducks-Keeper Jonas Hiller kassierte binnen 12 Minuten 3 Gegentore und wurde ausgewechselt. Später stellte sich heraus: Der zweifache Meister mit dem HC Davos litt unter einer Störung, in der Wahrnehmung und Gleichgewicht nicht miteinander übereinstimmten - für einen Eishockey-Goalie katastrophale Symptome.
«Muss in längeren Zeiträumen denken»
Zweimal wagte der 29-Jährige ein rasches Comeback, zweimal scheiterte er. Er benötigte mehr Erholungszeit. «Das war eine schwierige und deprimierende Zeit. Ich bin mir gewohnt, täglich Fortschritte zu machen. Nun musste ich lernen, in Zeiträumen von Wochen und Monaten zu denken», so der Schweizer Nationaltorhüter.
Bis heute ist unklar, woran Hiller genau leidet - beziehungsweise gelitten hat. Der Teilnehmer des letzten NHL-Allstar-Games sieht sich auf gutem Wege. Das Konditionstraining absolvierte er wie gewohnt. «Auf dem Eis stimmen kleine Dinge noch nicht - aber das ist wie jedes Jahr. Ich sehe, dass es gut kommt.»
Trainings mit dem SC Bern
Auch die Spieler des SC Bern, mit denen Hiller zwei- bis dreimal pro Woche trainiert, sind vom Keeper überzeugt. «Dafür, dass er erst so kurz auf dem Eis steht, spielt er schon sehr gut», meint etwa Ivo Rüthemann.
Hillers Nagelprobe folgt in einem Monat, wenn er ins Trainingscamp der Anaheim Ducks einrücken wird. Bis dahin «muss ich noch aufs Eis und - wie jedes Jahr - auf meine Form hinarbeiten.» Und für die Saison ist er bereits wieder ambitioniert: «Das Allstar-Game ist sicher wieder ein Ziel.»
(boe)


