Fussball
Nacht des Schweizer Fussballs
Alex Frei und Xherdan Shaqiri sind «Spieler des Jahres»
Im Berner Stade de Suisse sind an der 14. «Nacht des Schweizer Fussballs» die besten Fussballer der vergangenen Saison geehrt worden. Der grosse Abräumer an der Gala war der FC Basel mit vier Auszeichnungen.
Alex Frei, mit 27 Toren der Torschützenkönig der vergangenen Super-League-Saison, ist der Ligaspieler des Jahres. Der FCB-Stürmer folgt damit auf den ehemaligen YB-Angreifer Seydou Doumbia, der die Trophäe zweimal in Folge gewinnen konnte. Der Routinier zeichnete in der abgelaufenen Spielzeit des Öfteren für späte und damit umso wichtigere Treffer verantwortlich. Frei setzte sich in der Wahl gegen Ex-Teamkollege Franco Costanzo und Dusan Djuric (FCZ) durch.
Aufstieg von Shaqiri
Eine weitere Auszeichnung gab es für Xherdan Shaqiri: Ein Jahr, nachdem der 19-jährige Basler zum besten Nachwuchsspieler gekürt worden war, darf er nun die Trophäe für den besten Nati-Spieler in Empfang nehmen. Shaqiri liess seine routinierten Nati-Kollegen Diego Benaglio und Gökhan Inler deutlich hinter sich. Der Youngster führte nicht nur die U21 in den EM-Final, sondern stellte seine Klasse auch schon mit der A-Nati unter Beweis. In bester Erinnerung ist sein Traumtor in der EM-Qualifikation im Wembley gegen England (1:3).
Tami und Dickenmann geehrt
Trainer des Jahres und damit Nachfolger von Daniel Ryser (2010) und Bernard Challandes (2009) ist U21-Coach Pierluigi Tami. Der bald 50-jährige Neuenburger führte die U21-Nati an der EM in Dänemark bis in den Final. Trotz der 0:2-Niederlage gegen Spanien begeisterte Tami mit seiner Mannschaft die Fussballfans in der Schweiz. Zur Spielerin des Jahres wurde Lara Dickenmann von Olympique Lyon gewählt. Die 25-jährige Luzernerin konnte im vergangenen Frühjahr die Champions League gewinnen.
Fairplay-Preis für Fink/Fischer
Nachfolger von Shaqiri als «Youth Player of the Year» wurde dessen Teamkollege Yann Sommer. Der FCB-Keeper startete in diesem Sommer zum ersten Mal als Nummer 1 in eine ASL-Saison. Mit Thorsten Fink konnte noch ein weiterer Protagonist des FC Basel eine Auszeichnung gewinnen: Zusammen mit FCZ-Coach Urs Fischer wurde der FCB-Trainer für ihre Fairness während dem Meisterrennen mit dem «Fairplay-Preis» ausgezeichnet.
Cuphelden von Biel ausgezeichnet
Ebenfalls belohnt wurde mit dem FC Biel ein unterklassiger Verein. Die Seeländer stiessen nach Siegen gegen Luzern und Basel bis in die Cup-Halbfinals vor. Dort bedeutete zwar der FC Sion Endstation, trotz war der «kleine FCB» eindeutig die verblüffendste Cupequipe der letzten Saison. Keine Überraschung gab es bei der Wahl zum Schiedsrichter des Jahres: Massimo Busacca, der seine Aktiv-Karriere vor wenigen Wochen beendet und zur FIFA gewechselt hatte, gewann die Auszeichnung zum siebten Mal in Folge.
Hajrovic' Wunderschuss
Fehlt noch das Tor des Jahres: Geschossen hat es Izet Hajrovic, 20-jähriger Mittelfeldspieler bei GC. Sein wunderbarer Freistoss bei der 2:3-Niederlage am 14. November 2010 gegen Luzern erhielt im Internetvoting am meisten Stimmen.
(rst)


