Fussball
Super League
Sion-Neuzugänge dürfen spielen
Überraschende Wende im Transferstreit des FC Sion: Das Bezirksgericht Martigny hat den sechs Neuzuzügen der Walliser eine superprovisorische Spielberechtigung erteilt. Es hiess die Klage der Spieler gegen das Spielverbot gut.
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Die Swiss Football League hatte am 15. Juli entschieden, dass Pascal Feindouno, Gabri, Stefan Glarner, José Gonçalves, Billy Ketkeophomphone und Mario Mutsch in der Hinrunde der Super League nicht eingesetzt werden können. Auch ein Rekurs von Sion auf diesen Entscheid wurde von der Liga abgewiesen.
Erfolgreicher Schachzug von Constantin
Daraufhin hat Sion-Präsident Christian Constantin den zivilrechtlichen Weg eingeschlagen - und nun zumindest einen Teilsieg errungen. Die Klage führten allerdings nicht er oder der Verein, sondern die sechs Spieler. Daraufhin gab das Bezirksgericht von Martigny grünes Licht für die Lizenzierung der Kläger.
Der Entscheid wurde der Swiss Football League am Freitagvormittag zugestellt. Wenig später hat die Liga in Absprache mit der FIFA reagieren müssen und qualifizierte die sechs Spieler bis auf Weiteres. Somit steht einem Einsatz am Samstag in Basel nichts mehr im Weg.
Liga will Massnahmen anfechten
Die nächsten juristischen Schritte sind aber bereits programmiert. «Wir werden versuchen, die superprovisorischen Massnahmen anzufechten und den Entscheid aufzuheben», erklärte Liga-Präsident Thomas Grimm. «Das Urteil hat mich überrascht.» Es sei heikel, einen solchen Entscheid zu fällen, ohne alle Parteien anzuhören, kritisierte er.
Wird YB-Spiel wiederholt?
Ausgestanden ist der «Fall Sion» so oder so noch nicht. Anfang nächster Woche wird der Entscheid der CAS in Lausanne betreffend der von der FIFA gegen Sion verhängten Transfersperre entscheiden. Und auch der Protest von Sion gegen die Wertung der 1:2-Niederlage in der 2. Runde gegen YB ist noch hängig. Mit dem Urteil des Gerichts in Martigny ist eine Wiederholung dieser Partie durchaus möglich.
(si/rst)
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