Tour de Suisse
Cancellara und Leipheimer die grossen Gewinner
Fabian Cancellara hat in Schaffhausen das Zeitfahren zum Abschluss der 75. Tour de Suisse gewonnen. Im Kampf um den Gesamtsieg spielte sich eine Hitchcock-Entscheidung ab: Levi Leipheimer (USA) fing den zuvor Führenden Damiano Cunego (It) noch um 4 Sekunden ab.
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Der Italiener Cunego ging mit einem Vorsprung von 1:59 Minuten auf den Zeitfahr-Spezialisten Leipheimer ins Rennen. Der Amerikaner, der mit einer Zeit von 41:14 Minuten als Dritter ins Ziel gekommen war, legte denn auch wie erwartet eine starke Marke vor.
Leipheimer: «Ich bin glücklich»
Cunego, dessen Stärken mehr in den Bergen als im Kampf gegen die Uhr liegen, büsste auf dem Parcours Sekunde um Sekunde ein. Am Ende fehlten Cunego winzige 4 Sekunden auf den RadioShack-Fahrer. Als Gesamt-Dritter konnte sich Steven Kruijswijk (Ho) feiern lassen (+ 1:02 Minuten).
«Ich habe nicht gemerkt, wie eng es wirklich war», gab Leipheimer zu. «Mein Teamleiter hat mich vor der letzten Kurve angefeuert, das hat mich nochmals gepusht.» Er ist glücklich, dass er diese anspruchsvolle Rundfahrt gewinnen konnte: «Es war schwieriger als letztes Jahr», so der 37-Jährige, der als ältester TdS-Sieger in die Geschichtsbücher eingeht.
Cunego: «Mehr lag nicht drin»
Cunego, der im Zeitfahren lediglich den 39. Platz erreicht hatte, gab sich als fairer Verlierer: «Ich betrachte es als Wunder, dass ich wenigstens den 2. Platz rettete. Mir wurde schon bei der Streckenbesichtigung klar, dass es für mich schwierig werden würde. Ich habe alles gegeben. Mehr lag nicht drin».
Cancellara wieder eine Klasse für sich
Cancellara seinerseits hat die Erwartungen einmal mehr erfüllt und nach dem Prolog auch das Schlusszeitfahren für sich entschieden. Es ist für den Berner insgesamt der 10. Etappensieg an der Tour de Suisse. «Ich bin einfach überglücklich, dass es geklappt hat», freute sich Cancellara. «Mir verschafft dieser Erfolg Genugtuung. Er zeigt mir, dass die Form stimmt und dass ich für die Tour de France gerüstet bin».
Cancellara legte die Basis zum Sieg in der einzigen längeren Abfahrt des Parcours: Von der letzten Zwischenzeit bis ins Ziel nahm Cancellara dem Zweiten Andreas Klöden 17 Sekunden ab. Letztlich lag er im Ziel in Schaffhausen 9 Sekunden vor dem Deutschen und 13 Sekunden vor Leipheimer.
Frank mit Exploit
Eine tolle Leistung im Kampf gegen die Uhr zeigte auch Mathias Frank: Der Luzerner büsste nur 76 Sekunden auf Cancellara ein und machte damit im Gesamt-Klassement einen Sprung nach vorne vom 9. auf den 6. Schlussrang. Mit Rang 12 liess der Überraschungsmann die weiteren Schweizer in der Etappe klar hinter sich. Vorjahressieger Fränk Schleck (Lux) beendete die Tour noch hinter Frank an 7. Stelle.
(rst)
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