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Bundesliga-Barrage

Mönchengladbach siegt in extremis

Donnerstag, 19. Mai 2011, 22:29 Uhr, Aktualisiert 22:47 Uhr

Im Hinspiel der Bundesliga-Barrage hat Borussia Mönchengladbach zuhause gegen den VfL Bochum in letzter Sekunde mit 1:0 gewonnen. Damit erspielte sich das Team von Lucien Favre in extremis eine gute Ausgangslage für das Rückspiel.

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Es lief bereits die Nachspielzeit in Mönchengladbach, als die Gastgeber noch einmal alles nach vorne warfen und nach vielen verpassten Chancen doch noch belohnt wurden. Nach einer starken Parade von Bochum-Keeper Andreas Luthe war es schliesslich Igor de Camargo, der den Ball zum Sieg über die Linie drückte.

Engagierter Beginn beider Teams

Im Kampf um den letzten verbleibenden Platz in der Bundesliga liess sich weder Mönchengladbach noch Bochum auf taktische Spielereien ein. Beide Mannschaften suchten von Beginn an die Offensive und kamen auch zu Möglichkeiten. Nach einem Kopfball von Bochums Anthar Yahia rettete Filip Daems für Borussia-Keeper Marc-Andre ter Stegen auf der Linie (5.). Auf der anderen Seite scheiterten die Gladbacher Mohamadou Idrissou (9.) und Marco Reus (16.).

Überragender Bochum-Keeper Luthe

Dem offensiven Auftakt folgte eine Phase, in der es beiden Teams an der nötigen Präzision mangelte. Die besten Möglichkeiten für die Gastgeber verpassten Dante und Mike Hanke, auf Seiten der Bochumer scheiterte Marcel Matritz.

Nach der Pause versuchte Mönchengladbach das Spiel mit allen Mitteln an sich zu reissen. Die grossen Torchancen blieben aber Mangelware. Erst in der Schlussviertelstunde entstand gleich mehrmals grosse Gefahr vor Bochums Tor. Aber sowohl Dante (84.) als auch Arango (86.) und Hanke (87.) scheiterten am glänzend parierenden Luthe.

Der grosse Ärger von Friedhelm Funkel

Als die Nachspielzeit bereits abgelaufen war, war dann auch der überragende Bochum-Keeper geschlagen. Dies sehr zum Ärger von Coach Friedhelm Funkel, der darauf heftig beim Schiedsrichter protestierte. «Es waren zwei Minuten angezeigt, die Zeit war abgelaufen. Darüber rege ich mich auf. Das war absolut ungerecht», sagte er nach dem Spiel.

Zufriedener Favre

Anders sah die Gemütslage bei Lucien Favre aus: «Ich bin zufrieden mit meiner Mannschaft. Schon vor dem Spiel habe ich gesagt, dass es extrem schwer wird. Wir haben uns zu wenig bewegt und zu viele Ballverluste gehabt. So ein Spiel ist etwas ganz anderes als in der normalen Meisterschaft», analysierte der Schweizer. 

Dank diesem Sieg hat Mönchengladbach gute Karten, sich am kommenden Mittwoch in Bochum den Klassenerhalt zu sichern.

(cud)