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Gladbach vor letztem Schritt zu kleinem Fussball-Wunder
Drei Teams kämpfen am Samstag in der Bundesliga gegen den Abstieg. Lucien Favre und Borussia Mönchengladbach können sich mit einem Sieg in Hamburg den Relegationsplatz sichern – damit hatte im Winter eigentlich niemand mehr gerechnet.
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Die Lage schien hoffnungslos, als Lucien Favre sein Amt bei Borussia Mönchengladbach im Februar antrat. Das Team hatte in den ersten 22 Runden der Bundesliga nur gerade vier Siege feiern können, der Rückstand auf den Relegations-Platz betrug sieben Zähler.
Mit dem Klassenerhalt rechnete zu jenem Zeitpunkt eigentlich niemand mehr ernsthaft. Vielmehr erhielt Favre einen Vertrag bis 2013 mit der Vorgabe, Gladbach im wahrscheinlichen Falle des Abstiegs möglichst rasch wieder in die höchste Spielklasse zu führen.
Grosse Aufholjagd, kleine Reserve
Doch mit Favre hielt der Erfolg Einzug bei den Borussen. Nach sechs Siegen (darunter jener gegen Meister Dortmund) in den bisherigen elf Spielen liegt Gladbach auf dem Relegations-Platz. Punktgleich mit Wolfsburg haben die Borussen gar noch die Chancen auf den direkten Ligaerhalt. Anderseits beträgt die Reserve auf den Zweitletzten Frankfurt nur einen Punkt.
Im letzten Ligaspiel reist Gladbach nun zum Hamburger SV. «Ich bin zufrieden. Aber wir haben noch nichts erreicht. Wenn wir in Hamburg verlieren und Frankfurt in Dortmund einen Punkt holt, sind wir tot», meint Favre gegenüber SR DRS. An den Druck, gewinnen zu müssen, hat sich der 53-Jährige mittlerweile gewöhnt: «Seit ich da bin, heisst es jede Woche: drei Punkt müssen her.»
Dortmund will Meisterparty mit Sieg einläuten
Gladbach hofft also auf eine Niederlage Frankfurts. Das Team von Christoph Daum reist zu Meister Dortmund. Geschenke darf die Eintracht freilich keine erwarten. Der BVB lädt im Heimstadion zur grossen Meisterparty und will diese selbstverständlich mit einem Sieg zum Abschluss der grandiosen Saison einläuten.
Wolfsburg schliesslich hat den Ligaerhalt in den eigenen Händen bzw. Füssen. Nati-Keeper Diego Benaglio und seine Teamkollegen treten bei Hoffenheim an. Mit einem Sieg sind die «Wölfe» dank der klar besseren Tordifferenz als Gladbach sicher durch.
(gaf)
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