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Super League

Petkovic bei YB entlassen - Gross kommt

Sonntag, 8. Mai 2011, 10:09 Uhr

Vladimir Petkovic ist ab sofort nicht mehr Trainer der Young Boys. Die Berner haben den 47-Jährigen am Tag nach dem 1:1 in Luzern entlassen. Nachfolger ab nächster Saison wird Christian Gross, bis dahin übernimmt der bisherige Assistent Erminio Piserchia das Team interimistisch.

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Petkovic bei YB entlassen - Gross kommt

Man wolle im Hinblick auf die neue Saison einen Neuanfang lancieren, teilte der Klub mit.

Meisterschaftsziel klar verpasst

Vladimir Petkovic hatte die Young Boys im Jahr 2008 übernommen. Den angestrebten Meistertitel verpasste er im vergangenen Jahr knapp. In der laufenden Saison schied YB schon früh aus dem Meisterrennen aus: Die Berner liegen mit 15 Punkten Rückstand auf Leader Zürich auf dem dritten Platz. Vor dem Remis in Luzern hatten zuletzt drei Niederlagen resultiert.

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Vladimir Petkovic. keystone

Interimistisch übernimmt nun Erminio Piserchia das Team bis Ende Saison. Der 47-Jährige amtete bisher als Assistent von Petkovic. Er wird wiederum vom ehemaligen Spieler Thomas Häberli als Assistent unterstützt. «Vladimir Petkovic hat uns so weit gebracht, wie er konnte. Nun wollen wir aber einen weiteren Schritt vorwärts machen und brauchen dazu neue Visionen und Anreize», begründete YB-CEO Ilja Kaenzig die Rochade.

Christian Gross übernimmt ab nächster Saison

Die neuen Impulse sollen nun von Christian Gross kommen, dem erfolgreichsten Schweizer Trainer der letzten beiden Jahrzehnte. Der 57-Jährige gab seine Zusage für die nächsten zwei Saisons mit Option auf ein weiteres Jahr. Gross war im Herbst beim Bundesligisten Stuttgart freigestellt worden und seither auf Klubsuche.

«Ich habe mich für YB entschieden und ich werde hier alles versuchen, um Erfolg zu haben», kommentierte Gross seinen Entscheid. Einem neuerlichen Engagement im Ausland sei er nicht a priori abgeneigt, jetzt gelte aber erst mal YB. «Wer mich kennt, der weiss, dass ich meine Verträge zu 100 Prozent erfülle», so der Zürcher. 

Gross startete seine Trainerlaufbahn in Wil. Von 1993 bis 1997 coachte er die Grasshoppers (2 Meistertitel, 1 Cupsieg, zweimal Champions League). Danach folgte ein kurzes Intermezzo bei Tottenham Hotspur, ehe Gross 1999 den FC Basel übernahm. Zwischen 1999 und 2009 gewann er mit den «Bebbi» je viermal die Meisterschaft und den Cup und qualifizierte sich zweimal für die Champions League. 

Motivator mit Umgangsformen

Gross gilt als grosser Motivator und einer, der mit hoher Akribie vorgeht. Von aussen wird ihm eine «grosse Leidenschaft, aber gleichzeitig auch eine Gelassenheit» attestiert (Hansruedi Hasler, ehemaliger technischer Direktor SFV und Gross' Ausbildner in der Trainerausbildung, 2010 gegenüber der «sportlounge»).

Legendär sind Gross' Ansprachen in der Kabine. Ferner legt er auch Wert auf Umgangsformen: Er ist mit den Spielern per «Sie», Händeschütteln zur Begrüssung ist Pflicht. «Die Spieler müssen mich nicht lieben, aber sie müssen mich mögen», erklärte er in der Sendung weiter.

(gaf/gasd)