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EM-Qualifikation

Die Schweiz ohne Mut und Tore

Samstag, 26. März 2011, 13:42 Uhr, Aktualisiert 19:43 Uhr

Die EM-Qualifikation ist für die Schweizer Nationalmannschaft in weite Ferne gerückt. Das Team von Ottmar Hitzfeld verpasste in Bulgarien den angestrebten Sieg. Beim 0:0 in Sofia enttäuschte das Schweizer Team über weite Strecken.

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Highlights Bulgarien - Schweiz

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Die Ausgangslage war klar: Sowohl Bulgarien als auch die Schweiz benötigten im Direktduell einen Sieg, um sich realistische Chancen auf die EM-Teilnahme zu wahren. Zu Beginn allerdings schien dies nur den Bulgaren bewusst zu sein. Der Gastgeber startete furios ins Spiel.

Bulgariens Furioso und Behramis Verletzung

Bereits nach 47 Sekunden verfehlte Ivelin Popov das Tor mit einem Weitschuss nur knapp und in den folgenden 10 Minuten kreierten die Bulgaren einige weitere gefährliche Aktionen. Die Schweiz war in dieser Startphase klar unterlegen. Fast schien es, als ob das Team von Ottmar Hitzfeld von Bulgariens Spielfreude überrascht wurde.

Eine Verletzung von Valon Behrami nach 17 Minuten bildete den Tiefpunkt der schwachen Schweizer Startphase. Der Tessiner schied mit Verdacht auf einen Aussenbandriss aus, für ihn kam Gelson Fernandes ins Spiel. Nach 20 Minuten hatte die Schweiz das bulgarische Offensivspiel besser im Griff. Zu eigenen Angriffen kam die Nati aber selten, die einzige gute Chance hatte Alex Frei.

Steigerung in der zweiten Hälfte

In der zweiten Halbzeit steigerte sich das Ensemble von Hitzfeld. Die Schweiz war nun mehr im Ballbesitz und öfter in der Nähe des bulgarischen Strafraums. Die ganz grossen Chancen blieben aber weiter aus; die beste Möglichkeit vergab Frei, der einen Kopfball aus 6 Metern von Keeper Nikolaj Michailov abgewehrt sah.

Die letzten 20 Minuten boten einen offenen Schlagabtausch, bei dem sich die Bulgaren in offensiver Hinsicht vornehmlich auf Kontervorstösse beschränkten. Trotz optischer Überlegenheit und der Einwechslung der Offensivkräfte Eren Derdiyok (für Valentin Stocker) und Mario Gavranovic (für Marco Streller) blieb der Nati das erlösende Tor verwehrt.

Wenig Kreatives aus dem Mittelfeld

Auch in Sofia konnte die Nati ihre altbekannten Probleme nicht korrigieren. Die mangelnde Kreativität im Offensivspiel wurde der Schweiz einmal mehr zum Verhängnis. Und im zentralen Mittelfeld waren weder Gökhan Inler noch Blerim Dzemaili die benötigten Spielgestalter. Inler fand die Bindung zum Spiel nie und Dzemaili blieb den Beweis schuldig, dass er die bessere Wahl war als Pirmin Schwegler.

Um den Sprung an die EM 2012 doch noch zu schaffen, müsste die Schweiz wohl die restlichen 4 Spiele gewinnen. Ein Auswärtssieg in England im nächsten Spiel am 4. Juni scheint mit dem aktuellen Schweizer Leistungsvermögen indes unrealistisch. Und so symbolisiert die letzte Aktion in Sofia wohl auch den Aufbruch in eine neue Zeitrechnung.

Neue Hoffnung mit neuer Generation

Gavranovic nämlich vergab in seinem ersten Länderspiel in der 94. Minute aus aussichtsreicher Position. Der 21-jährige Stürmer gehört wie andere Akteure in seinem Alter zu den Hoffnungsträgern einer neuen Schweizer Generation an Nati-Spielern, die dafür sorgen sollen, dass künftige Qualifikations-Kampagnen nicht schon nach 4 Spielen praktisch gescheitert sind.

Bild Enttäschung bei Blerim Dzemaili.
Enttäschung bei Blerim Dzemaili. keystone

(fel)