Ski-WM
Super-Kombination Männer
Svindal holt Kombi-Gold - Schweizer out
Aksel Svindal hat die Super-Kombination bei der WM in Garmisch gewonnen und damit seinen Titel von 2009 verteidigt. Der Norweger setzte sich vor den Italienern Christof Innerhofer und Peter Fill durch. Beat Feuz und Silvan Zurbriggen schieden im Slalom aus.
Feuz belegte nach der Abfahrt Rang 2 und war im Slalom auf Medaillenkurs, ehe er mit guter Zwischenzeit einfädelte. Auch Silvan Zurbriggen, 6. nach der Abfahrt, wurde ein Einfädler zum Verhängnis.
Enttäuschte Schweizer
«Für mich bricht eine kleine Welt zusammen», sagte der Walliser Zurbriggen im Zielraum. Er wisse nicht, wann er das letzte Mal in einem Slalom eingefädelt hatte. Der 3. Platz wäre für den 29-Jährigen möglich gewesen. Damit setzte es für ihn erneut eine Enttäuschung in einer WM-Super-Kombi ab. Vor 2 Jahren in Val d'Isère verpasste er das Podest um 0,01 Sekunden.
Enttäuscht war auch Feuz, der bei der letzten Zwischenzeit noch 0,15 Sekunden vor dem zu diesem Zeitpunkt führenden Innerhofer lag. «Ich habe beherzt angegriffen», meinte der Emmentaler, «aber leider ging es am Schluss nicht auf.»
4. WM-Gold für Svindal
Svindal, der in der Abfahrt Bestzeit erzielt hatte, siegte in Abwesenheit von Dominator Ivica Kostelic (Kro) überlegen und holte sich zum insgesamt 4. Mal WM-Gold. Hinzu kommen eine silberne (2005 in der Kombination von Bormio) und eine bronzene Auszeichnung (2009 im Super-G von Val d'Isère).
«Grossanlässe sind besonders. Mir geben sie immer zusätzliche Energie», verriet Svindal nach seinem überlegenen Super-Kombi-Triumph. «Ich habe mittlerweile grosse Erfahrung, mit Druck umzugehen. Ich versuche, ein Rennen als Chance zu sehen und etwas Gutes zu machen. Wer schon einmal Erfolg gehabt hat, hat dabei viel über
sich gelernt. Diese Erfahrung hilft dann wieder für weitere Erfolge», beschrieb der sympathische Norweger sein Erfolgsrezept.
Innerhofer mit komplettem Medaillensatz
Christof Innerhofer (It) holte mit Silber seine 3. Medaille in Garmisch nach Gold im Super-G und Bronze in der Abfahrt. Sein Landsmann Peter Fill wurde Dritter und sicherte sich zum 2. Mal an einer Weltmeisterschaft Edelmetall (Silber 2009 im Super-G hinter Didier Cuche).
Miller und Ligety ausgeschieden
Von den weiteren im Vorfeld als grosse Favoriten gehandelten Fahrern klassierte sich Benjamin Raich (Ö) als Vierter. Die beiden Amerikaner Bode Miller und Ted Ligety schieden im Slalom aus, wobei Millers Medaillentraum schon beim 2. Tor ein jähes Ende fand.
(cud)


