Ski-WM
Abfahrt Männer
Didier Cuches emotionale Achterbahn
Als erster Schweizer an der WM in Garmisch ist Didier Cuche mit einer Medaille geehrt worden. Im Nachgang zur Abfahrt übte er heftige Kritik am Zustand der Piste.
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Mit seiner Fahrt zu Silber hat Didier Cuche das bisher medaillenlos gebliebene Schweizer Team erlöst. Er sei «mega happy», zog der Neuenburger Bilanz, nachdem ihm FIS-Präsident Gian-Franco Kasper auf der «Medal Plaza» das Edelmetall überreicht hatte.
Völlig ungetrübt war Cuches Tag aber nicht. Nach seiner Zieleinfahrt herrschte grosses Rätselraten, weil die Zeitanzeige versagte. «So etwas ist schade. Die Emotionen müssen ja direkt erlebt werden können», bedauerte der Neuenburger.
«Unfair gegenüber den Athleten»
Mehr zu denken gab Cuche die Pisten-Präparation: «Viele von uns mögen es, wenn die Piste hart ist. Aber gleichzeitig hart und 10 oder 15 Schläge auf 20, 30 Meter - das kann einfach nicht sein. Wenn das bewusst so gemacht wurde, ist es unfair gegenüber den Athleten.»
Nach den jüngsten Unfällen habe man viel über Sicherheit diskutiert. In Chamonix und Kitzbühel sei «alles perfekt» gewesen, und nun das. «Ich verstehe das einfach nicht», ärgerte sich Cuche.
«Wurde immer von Eltern unterstützt»
Im SF-Interview am Nachmittag hatte Cuche die Gelegenheit wahrgenommen, auf die langjährige Unterstützung durch seine Eltern hinzuweisen, die in Garmisch anwesend waren. Die Familie habe ihn seit seiner Kindheit in finanzieller Hinsicht sehr stark unterstützt.
Was die Motivation betreffe, sei das gar nie nötig gewesen: «Ich hatte schon als Kind immer einen enormen Willen. Die grösste Strafe wäre gewesen, wenn man mich an der Teilnahme an einem Ski-Camp gehindert hätte.»
«Der Vater fragte: Willst du nicht aufhören?»
Seine Mutter habe ihn immer unterstützt, fuhr Cuche fort und fügte augenzwinkernd an: «Als ich ein- oder zweimal mit einer Bein-Verletzung aus dem Camp zurückkam, fragte mich mein Vater, ob ich nicht endlich aufhören wolle.»
(boe)
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