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Abfahrt Männer

Cuche gewinnt WM-Silber!

Samstag, 12. Februar 2011, 12:24 Uhr

Didier Cuche hat in der WM-Abfahrt das Schweizer Skiteam erlöst und die erste Medaille in Garmisch geholt. Der Neuenburger musste sich nur dem Kanadier Erik Guay geschlagen geben. Auf Platz 3 landete Christof Innerhofer.

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Rennbericht WM-Abfahrt Männer (Beitrag garmisch aktuell)

Cuche erwischte die ersten Passagen perfekt und lag bei der 2. Zwischenzeit sogar 0,23 Sekunden vor Guay in Führung. Im Mittelteil büsste Cuche jedoch fast eine halbe Sekunde ein. Im Ziel betrug der Rückstand 0,32 Sekunden, was schliesslich zur Silber-Medaille reichte.

«Ich bin sehr froh um diese Medaille», sagte Cuche nach dem Rennen über sein viertes WM-Edelmetall. «Ich wusste, dass es sehr schwierig werden würde.» Wie vor zwei Jahren in Val d'Isère muss sich Cuche also mit Rang 2 begnügen - schon damals war ihm mit John Kucera ein Kanadier vor der Sonne gestanden.

Guay mag die «Kandahar»

Guay überrumpelte an diesem frühlingshaften Tag alle und legte mit der Startnummer 10 eine perfekte Fahrt hin. Er erwischte den Mittelteil optimal und erreichte im Zielschuss die mit Abstand höchste Geschwindigkeit. «Ich hatte keine gute Saison, aber heute ist mir einfach alles perfekt gelungen», freute sich Guay nach dem Rennen. «Ich blieb heute ruhig und bin einfach so gefahren, wie ich es mir vorgenommen habe.»

Der 29-Jährige hat schon mehrmals gezeigt, dass ihm die «Kandahar» liegt: Er klassierte sich beim Weltcup-Finale der letzten Saison in der Abfahrt als Dritter und im Super-G gar als Erster. Zudem feierte er in Garmisch vor vier Jahren seinen bisher einzigen Weltcup-Sieg in der Abfahrt.

Super-G-Weltmeister Innerhofer war unmittelbar vor Guay gestartet und zeigte eine tadellose Fahrt. Mit 0,76 Sekunden Rückstand belegte der Italiener schliesslich Rang 3. Ohne Medaille gingen die Österreicher aus: Romed Baumann blieb mit 1,10 Sekunden Rückstand der undankbare 4. Platz.

Feuz und Hoffmann in den Top Ten

Eine tolle Fahrt zeigte auch Beat Feuz: Der WM-Debütant verlor 2,09 Sekunden und beendete das Rennen damit als Neunter und zweitbester Schweizer. Der Emmentaler hatte im Weltcup erst einmal besser abgeschnitten - vor zwei Wochen als Siebter in Chamonix.

Eine ansprechende Leistung gelang auch Ambrosi Hoffmann: Der Davoser klassierte sich unmittelbar hinter Feuz auf Rang 10. Nicht wie gewünscht auf Touren kam Silvan Zurbriggen. Der Sieger von Gröden belegte schliesslich den 12. Platz.

(rst)