Ski-WM
Garmisch 2011
Super-G-Gold für Innerhofer - Schweizer gehen leer aus
Christof Innerhofer hat beim WM-Super-G von Garmisch-Partenkirchen für eine Überraschung gesorgt und Gold gewonnen! Didier Cuche verpasste Edelmetall als Vierter nur knapp.
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Nicht einer der meistgenannten Favoriten wie Didier Cuche, Carlo Janka, Bode Miller oder Aksel Svindal, sondern Christof Innerhofer kam mit dem höchst anspruchsvollen Super-G am besten zurecht. Dem 26-jährigen Südtiroler gelang auf der Kandahar-Piste eine nahezu perfekte Fahrt.
«Ich kann es einfach nicht glauben», so Innerhofer. «Das war eine super Fahrt. Ich wollte einfach volle Kanne fahren, egal wie es ausgeht.»
Premiere für Innerhofer und Reichelt
Damit gewann nach 2007 (Patrick Staudacher in Are) erneut ein Italiener Gold im Super-G. 2009 verpasste Landsmann Peter Fill in Val d'Isère den Titel als Zweiter hinter Cuche nur knapp.
0,60 Sekunden hinter Innerhofer, der seine erste Medaille an einem Grossanlass gewann, holte Hannes Reichelt Silber. Auch für den Österreicher war der Gewinn von WM-Edelmetall eine Premiere. Ivica Kostelic dagegen heimste mit Bronze seine zweite WM-Medaille nach Slalom-Gold 2003 in St. Moritz ein.
Glücklose Schweizer
Noch auf die erste Medaille in Garmisch-Partenkirchen wartet das Swiss-Ski-Team. Wie schon die Frauen gingen auch die Schweizer Männer leer aus und mussten sich mit einem undankbaren 4. Rang begnügen. Für Titelverteidiger Cuche reichte es mit einer wohl etwas zu verhaltenen Fahrt nur zu «Leder».
«Ich habe mich vom Start an nicht gut gefühlt. Im 1. Flachstück kam ich dann nicht wirklich zum Skifahren und im unteren Teil war ich nicht konsequent genug», bilanzierte der Neuenburger.
Carlo Janka und Silvan Zurbriggen bekundeten Mühe mit der Strecke. Janka verlor 1,72 Sekunden auf Innerhofer und fuhr auf Rang 7, Zurbriggen wurde mit 2,81 Sekunden Rückstand nur 13.. Das Ziel erst gar nicht erreicht haben Sandro Viletta und Tobias Grünenfelder, die beide ausschieden.
Der erschöpfte Janka stellte in einer ersten Reaktion nach dem Rennen gar seinen Start in der Abfahrt und in der Super-Kombination in Frage. «Vielleicht werde ich mich nur auf den Riesenslalom konzentrieren», so der Bündner.
Miller verliert Stock und Medaille
Besonders grosses Pech bekundete Bode Miller. Der vierfache Weltmeister und Silbermedaillen-Gewinner im Super-G an den Olympischen Spielen von Vancouver lag gut im Rennen, als er im Mittelteil mit der rechten Hand am Tor hängenblieb und dabei einen Stock verlor.
Dennoch baute der Amerikaner seinen Vorsprung auf den zu diesem Zeitpunkt führenden Romed Baumann auf 0,93 Sekunden aus. Kurz vor dem Ziel verkantete Miller die Ski, kam von der Piste ab und vergab eine mögliche Medaille.
(bon)
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