Ski-WM
Super-G Frauen
Görgl ist Weltmeisterin - Gut verpasst Medaille knapp
Elisabeth Görgl ist die erste Goldgewinnerin der WM in Garmisch-Partenkirchen. Die Österreicherin gewann den Super-G vor Julia Mancuso und Lokalmatadorin Maria Riesch. Lara Gut verpasste das Podest als Vierte nur knapp.
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Für Görgl, die am Vorabend an der Eröffnungsfeier als Sängerin abseits der Piste brilliert hatte, ist es der erste Titel an einem Grossanlass. «Ich hab fast alles richtig gemacht und voll attackiert. Das ist ein schöner Tag für mich», freute sich die 29-Jährige, die bereits an Olympia in Vancouver mit dem Gewinn von Bronze in der Abfahrt und im Riesenslalom ihr Potenzial angedeutet hatte.
Hinter Görgl holte Julia Mancuso Silber. Die 26-jährige Amerikanerin zeigte eine starke Fahrt im unteren Teil der alten Kandahar-Strecke und verfehlte WM-Gold lediglich um 5 Hundertstelsekunden.
Vonn nur Siebte
Eigentlich hätte man von den Amerikanerinnen eher Lindsey Vonn auf dem Podest erwartet. Die Titelverteidigerin, die in diesem Winter 3 von 4 Super-G gewonnen und im Vorfeld die eisige Piste hart kritisiert hatte, musste sich aber mit dem 7. Rang begnügen.
«Es war falsch, heute zu fahren. Mein Kopf war nicht dabei, ich hatte starke Kopfschmerzen», so Vonn, die bei einem Trainingssturz vergangene Woche eine leichte Hirnerschütterung erlitten hatte. «Da hat nichts gepasst, das habe ich schon beim dritten Tor gemerkt.»
Keine Medaille für die Schweizerinnen
Hinter der drittplatzierten Maria Riesch («Ich bin sehr erleichtert!») verpasste Lara Gut als Vierte das Podest nur knapp. Die Tessinerin war im oberen Teil der Bestzeit noch nahe, verlor dann aber im unteren Streckenteil mehr Zeit und wies im Ziel 0,44 Sekunden Rückstand auf Siegerin Görgl auf.
Zur Bronzemedaille fehlten Gut 23 Hundertstelsekunden. «Das nervt mich. Ich hätte 3 Zehntel schneller sein müssen», so Gut, die von einem Blackout sprach. Fabienne Suter fuhr auf den 8. Rang, Nadja Kamer wurde 13.
Gisin: «Das ist himmeltraurig»
Einen rabenschwarzen Tag erwischte Dominique Gisin. Die Engelbergerin lag mit Startnummer 9 bei der letzten Zwischenzeit nur 0,01 Sekunden hinter der zu diesem Zeitpunkt führenden Anna Fenninger (Ö) und verfehlte dann das zweitletzte Tor.
«Das Tempo war extrem hoch, es schlägt und das Tor war im Schatten», so Gisin. «Aber das ist keine Entschuldigung. Es ist mir einfach peinlich. Das ist himmeltraurig.»
(bon)
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