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Sports Awards

Rückblick 2010

Kaeslin zum Dritten, Ammann zum Zweiten

Sonntag, 12. Dezember 2010, 20:07 Uhr, Aktualisiert 22:38 Uhr

Skisprung-Olympia-Sieger Simon Ammann und Kunstturnerin Ariella Kaeslin sind bei den «Sports Awards 2010» zum Sportler und zur Sportlerin des Jahres gewählt worden. Gleich zwei Auszeichnungen gingen an das U17-Weltmeisterteam.

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Simon Ammann gewinnt zweiten Sports-Awards-Titel

Skispringer Simon Ammann hat überlegen die Auszeichnung zum Sportler des Jahres erhalten. Der Toggenburger wurde mit fast einem Drittel der Stimmen vor Schwingerkönig Kilian Wenger und Tennis-Champion Roger Federer gewählt. Die Olympiasieger Carlo Janka und Dario Cologna folgten auf den weiteren Plätzen.

Ammann gewann 2010 in Vancouver seine Olympia-Medaillen drei bis vier. Zudem sicherte er sich den Gesamtweltcup-Sieg. Bereits 2002, als er erstmals Doppel-Olympiasieger in Salt Lake City geworden war, wurde er als Schweizer Sportler des Jahres ausgezeichnet. Als Persönlichkeit ist er im Vergleich zu damals gereift und gefestigt, als Sportler im Zuge tiefgehender Regeländerungen schon fast eine Neuerfindung seiner selbst.

Überraschender war, dass Wenger, mit ausschliesslich nationalen Meriten, noch vor Roger Federer Zweiter wurde! Der Berner Oberlaäder war für die Sportfans am Fernsehen der Liebling, er erhielt vom Publikum sogar mehr Stimmen als Ammann.

Kaeslin mit Titel-Hattrick

Ariella Kaeslin gewann die Wahl zur Sportlerin des Jahres bereits 2008 und 2009. Seit Tony Rominger von 1992 bis 1994 schaffte niemand den Hattrick in den Sportlerwahlen, nicht einmal Roger Federer. Die drei Wahlgremien (Sportmedien, Spitzensportler und TV-Publikum) entschädigten Ariella Kaeslin für den knapp verpassten Medaillengewinn an den Weltmeisterschaften in diesem Jahr.

Kaeslin dankte (auf Englisch) ihrem Trainer Zoltan Jordanov und allen, die ihr die Spitzenleistungen ermöglicht haben. Dem Publikum sagte sie gerührt: «I schänke öich mys Härz, meh hani nid!» Kaeslin siegte recht deutlich vor der dreifachen Schweizer Sportlerin Simone Niggli sowie Nicola Spirig. Sie durfte den Preis aus den Händen von Tanja Frieden, der Schweizer Sportlerin 2006, entgegennehmen.

U17-Team räumt zwei Titel ab

Dany Ryser führte die Schweizer U17-Nationalmannschaft im November 2009 sensationell zum Weltmeistertitel in Nigeria und wurde dafür mit dem Titel Trainer des Jahres ausgezichnet. Der 53-jährige Solothurner sorgte für den wohl grössten Coup in der 115-jährigen Verbandsgeschichte. Er siegte vor Skisprung-Trainer Gary Furrer und OL-Männer-Nationalcoach Thomas Bührer.

Zum Team des Jahres wurde die Mannschaft gewählt, die im Final Nigeria vor 64'000 Zuschauer mit 1:0 bezwungen hatte. Sie gewannen die Wahl überlegen vor dem FC Basel und der Eishockey-Nationalmannschaft. Janick Kamber nahm stellvertretend für seine Mitspieler den Preis entgegen. Der Erfolg der Nachwuchs-Internationalen ist nicht hoch genug einzuschätzen, zumal bereits auf U17-Stufe die internationale Konkurrenz riesig ist.

Christoph Kunz Behindertensportler des Jahres 

Nach vielen Jahren, in denen sich vor allen Edith Hunkeler und Heinz Frei in die Wahlsiege geteilt hatten, darf sich der Berner Oberländer Christoph Kunz erstmals Behindertensportler des Jahres nennen. Kunz, der vor zehn Jahren verunfallte und nun zu einem der besten Monoskifahrer weltweit aufgestiegen ist, war überglücklich: «Es ist wunderschön, hier zu sein und diese Ehrung entgegenzunehmen.» An den Paralympics in Vancouver war er mit Gold in der Abfahrt und Silber im Riesenslalom der erfolgreichste Schweizer Athlet.

Mike Schmid Newcomer 2010 

Zum Newcomer des Jahres haben die Internet-User auf www.sports-awards.ch den Skicross-Olympia-Sieger Mike Schmid gewählt. Der 26-jährige Hüne trat gleichzeitig mit der noch jungen Sportart in Vancouver im Februar schlagartig ins Rampenlicht. Der Olympiasieger und Gesamtweltcupgewinner setzte sich vor Nino Niederreiter und Lisa Urech durch.

(si/koem/mos)