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ATP-Finals

Roger Federer triumphiert in London!

Sonntag, 28. November 2010, 18:30 Uhr, Aktualisiert 20:48 Uhr

Roger Federer hat zum 5. Mal die ATP-Finals gewonnen! Der Schweizer setzte sich im Endspiel von London gegen seinen «ewigen Rivalen» Rafael Nadal mit 6:3, 3:6 und 6:1 durch.

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Höhepunkte Federer - Nadal («sportlive»)

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Die Entscheidung im dritten Satz fiel mit dem Break zum 3:1. Nadal hatte bei eigenem Aufschlag 40:15 geführt, liess den Schweizer aber durch Fehler nochmals herankommen. Danach spielte Federer gross auf und schaffte beim nächsten Aufschlagsspiel des Spaniers gleich nochmals ein Break.

Möglichst kurze Ballwechsel

Es sollte die Entscheidung in diesem für einmal nicht ganz so hochklassigen Duell sein. Nach 97 Minuten verwertete Federer seinen zweiten Matchball zum 8. Sieg gegen seinen grossen Rivalen - den ersten seit Mai 2009 in Madrid. «Der schnelle Belag kam mir sicher entgegen», sagte Federer, «zudem servierte ich sehr gut, wenn es nötig war.» Er habe sich nicht in lange Ballwechsel einwickeln lassen.

«Ich musste einfach durchziehen», analysierte Federer seinen Sieg, «es reicht gegen einen Spieler wie Nadal einfach nicht, wenn ich ständig Slices spiele». Er habe zu Beginn etwas Mühe mit dem Return gehabt, so Federer, was jedoch normal sei gegen einen Linkshänder.

Federer dominiert den Startsatz

Das gewohnte Spektakel zwischen den beiden besten Spielern der Welt bekamen die Zuschauer in der O2-Arena kaum zu sehen. Zu stark dominierten die Aufschläger ihre Servicegames. Federer scheiterte mit seinen Versuchen, Nadals Service anzugreifen. Somit gab es zu Beginn kaum Ballwechsel zu bestaunen.

Im achten Game unterliefen Nadal einige Fehler - so auch zum Breakball. Diesen verwertete Federer mit einem weiteren Rückhand-Winner. Das anschliessende Aufschlagsspiel gewann Federer zu Null und den Satz damit in 32 Minuten.

Ein zweiter Satz zum Vergessen

Gleich zu Beginn des zweiten Satzes änderte sich das Geschehen auf dem Platz. Nadal spielte vorab bei den Returns viel aggressiver. Als Konsequenz daraus realisierte der Spanier seinerseits sein erstes Break zum 3:1. «Da hatte ich einen kleinen Durchhänger», sagte Federer.

Im Unterschied zum Halbfinal gegen Novak Djokovic schaffte Federer den Turnaround im 2. Satz nicht mehr. Er beging zu viele Fehler und Nadal spielte in dieser Phase zu solid. Nach weiteren 34 Minuten hatte Federer seinen einzigen Satz bei den diesjährigen ATP-Finals abgegeben.

Weiterer Rekord für Federer

Bei seiner 9. Teilnahme beim Abschlussturnier der Saison mit den acht besten Spielern schaffte Federer den insgesamt 5. Sieg nach 2003, 2004, 2006 und 2007. Damit schliesst er zu den Rekordhaltern Ivan Lendl und Pete Sampras auf.

Eindrücklich auch, wie dieser Sieg zustande kam: Die langjährige ehemalige Weltnummer 1 besiegte nacheinander die ATP-Nummern 7, 5, 4, 3 und 1. Nur gerade gegen Rafael Nadal im Final musste Federer einen Satz abgeben, ansonsten gerieten die Partien gegen David Ferrer, Andy Murray, Robin Söderling und Novak Djokovic mehrheitlich zur Demonstration. Mit Ausnahme des Finals blieb er in jedem Spiel unter 90 Minuten und er liess in allen Spielen insgesamt nur 4 Breaks zu.

«Sicher besser als 2005»

War der Federer dieser Woche der beste Federer aller Zeiten? «Ich spiele sicher besser als 2005», entgegnete Federer im Interview mit SF. «Ich hatte schliesslich 5 Jahre Zeit, mich zu verbessern und mich zu inspirieren.» Nach diesem perfekten Jahres-Abschluss geht der zweifache Familien-Vater jetzt in die kurzen Ferien, doch er freue sich auch bereits wieder auf das Training. Schliesslich gilt es im kommenden Januar, den Titel an den Australian Open zu verteidigen.

(ste/rst)