Inhalt

Nationalmannschaft

Montenegro schlägt schwache Nati

Freitag, 8. Oktober 2010, 22:26 Uhr

Die Teilnahme an der EM 2012 ist für die Schweizer Nationalmannschaft in weite Ferne gerückt. Das Team von Trainer Ottmar Hitzfeld unterlag in Montenegro nach einer schwachen und uninspirierten Leistung mit 0:1. Mirko Vucinic erzielte den einzigen Treffer.

Videoplayer
Montenegro - Schweiz («sportaktuell»)

Die erste Halbzeit bot nur wenige Höhepunkte. Nach verhaltenem Start beider Teams fand Montenegro unter der Regie des omnipräsenten Mirko Vucinic besser ins Spiel. Der Söldner der AS Roma bereitete auch die beste Chance der Gastgeber vor, Branko Boskovic drosch den Ball aus 6 Metern aber übers Tor. Und 4 Minuten später war der Winkel bei Vucinics Abschluss zu spitz.

Basler Block wenig auffällig

Die Schweiz wurde nur selten gefährlich. Praktisch alle Angriffe gingen von Gökhan Inler aus, der klar bester Schweizer Feldspieler war. Die beiden Stürmer Marco Streller und Alex Frei konnten mit den Pässen des Regisseurs aber nur wenig anfangen. Und die Flügel Xherdan Shaqiri und Valentin Stocker waren zwar bemüht, aber ohne jeden Einfluss aufs Spiel.

Die Probleme sind geblieben

Daran änderte sich auch nach der Pause nichts. Zwar hatte die Schweiz zu Beginn mehr Spielanteile und Ballbesitz, richtig gefährlich wurde die Nati aber nie. Die Probleme aus den letzten Partien waren auch in Montenegro augenfällig: Die Kreativität im Mittelfeld fehlte ebenso wie die Durchschlagskraft im Angriff.

Vucinic mit entscheidendem Tor

Am Ursprung der letztlich entscheidenden Szene stand der beste Mann auf dem Feld. Vucinic setzte sich auf der linken Seite gegen Steve von Bergen durch und lupfte den Ball nach einem schönen Doppelpass mit Mitar Novakovic gekonnt über Marco Wölfli. Montenegros Führung war zu diesem Zeitpunkt zwar nicht unverdient, aber wenig zwingend: Wirklich überzeugt hatten die Montenegriner nie.

Barnettas Ausgleichschance

Die Schweiz versuchte in der Folge, auf den Rückstand zu reagieren. Auch nach der Einwechslung der Leverkusener Tranquillo Barnetta und Eren Derdiyok blieben die Angriffe aber ideenlos und in letzter Konsequenz bis auf wenige Weitschüsse ungefährlich. Die beste Ausgleichschance vergab Barnetta 3 Minuten vor Schluss, als er mit einem Kopfball das Gehäuse nur knapp verfehlte.

EM in weiter Ferne

Während die Euphorie in Montenegro nach dem dritten Sieg in Serie noch einmal ansteigen wird, ist die EM in Polen und der Ukraine für die Schweizer Nationalmannschaft nach der zweiten Niederlage im zweiten Qualifikations-Spiel in weite Ferne gerückt. Zu recht: Mit einer derart uninspirierten Leistung gehört die Schweiz derzeit ganz einfach nicht zu den besten 16 Teams in Europa.

(fel)