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International

Portugal feuert Queiroz - Capello geht 2012

Donnerstag, 9. September 2010, 9:05 Uhr, Aktualisiert 20:58 Uhr

Der portugiesische Fussball-Verband hat Nationalcoach Carlos Queiroz entlassen. Auch andernorts rumort es: Englands Teammanager Fabio Capello will 2012 zurücktreten, der walisische Coach John Toshack tat dies per sofort.

Bild Carlos Queiroz ist nicht mehr portugiesischer Nationaltrainer.
Carlos Queiroz ist nicht mehr portugiesischer Nationaltrainer. reuters

Die Entlassung von Carlos Queiroz als Trainer der portugiesischen Auswahl war erwartet worden. Portugal ist mit nur 1 Punkt aus 2 Spielen schlecht in die EM-Qualifikation gestartet. Zudem ist Queiroz für 6 Monate gesperrt, weil er sich während der WM-Vorbereitung in eine Dopingkontrolle eingemischt hatte.

Die Entscheidung zur Entlassung sei einstimmig gefallen, teilte der Präsident des nationalen Verbandes FPF, Gilberto Madail, mit. Einen Nachfolger gab die FPF nicht bekannt. Queiroz coachte die portugiesische Auswahl seit 2008.

Bild Wird nur noch bis 2012 in der medialen Öffentlichkeit stehen: Fabio Capello.
Wird nur noch bis 2012 in der medialen Öffentlichkeit stehen: Fabio Capello. reuters

Capello geht nach der EM 2012

England muss sich spätestens nach der EM in Polen und der Ukraine einen neuen Nationaltrainer uchen. «Absolut, ja. Nach der Euro ist Schluss», sagte der aktuelle Coach der «Three Lions», Fabio Capello, in London: «Nach dem Turnier bin ich einfach zu alt für den Job. Ich möchte dann mein Leben als Rentner geniessen», so der 64-jährige Italiener.

Der englische Fussball-Verband FA hatte bereits im August angedeutet, nach der EURO wieder einen englischen Coach engagieren zu wollen. Capello war unter anderem wegen seiner schlechten Englisch-Kenntnisse in die Kritik geraten.

Wales ohne Nati-Trainer

Bereits ab sofort muss sich Wales, Schweizer Gruppengegner in der EM-Qualifikation, nach einem neuen Trainer umschauen. John Toshack ist nach der 0:1-Niederlage zum EM-Qualiauftakt gegen Montenegro harsch kritisiert worden. Nun zog der 61-Jährige die Konsequenzen und trat zurück.

Zu den Favoriten auf eine Nachfolge gehören Nachwuchs-Coach Brian Flynn, der ehemalige Fulham-Trainer Chris Coleman und der frühere Nationalstürmer Kenny Jackett. Toshacks Vorschlag, den noch aktiven Ryan Giggs zu engagieren, gilt als chancenlos.

Bild John Toshak streicht sich nachdenklich über die Nase.
John Toshack hat die Nase voll und quittierte den Dienst beim walisischen Verband. reuters

(si/jäg)