Motorsport
Motorrad
Tödlicher Unfall von Tomizawa
Das Moto2-Rennen des GP von San Marino ist von einem schweren Unglück überschattet worden. Shoya Tomizawa, Teamkollege von Dominique Aegerter, erlag im Spital seinen Verletzungen, die er von einem fürchterlichen Sturz davongetragen hatte. Zur Nebensache verkam Tom Lüthis 3. Schlussrang.
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Der 19-jährige Shoya Tomizawa erlag kurz nach 14.00 Uhr seinen schweren inneren Verletzungen, die er im Moto2-Rennen erlitten hatte. Tomizawa wurde nach einem Sturz in der 12. Runde bei über 200 km/h von den hinter ihm fahrenden Scott Redding (Gb) und Alex de Angelis (San Marino) überrollt.
«Das war der schlimmste Sturz meiner Karriere. Ich habe alles versucht, um nur das Motorrad und nicht ihn zu erwischen», sagte De Angelis mit zitternder Stimme. Tomizawa hatte Frakturen am Oberkörper sowie einen Schädelbruch erlitten, zudem traten innere Blutungen auf. Nach einem Herzstillstand war Tomizawa an der Strecke zunächst noch wiederbelebt worden.
Tomizawa fuhr seit 2006 in der Motorrad-WM. Sein einziger Sieg datiert vom Beginn des Jahres, als er das Saisonauftakt-Rennen in Katar für sich entschied. Letztmals war am 20. April 2003 ein Motorrad-Fahrer tödlich verunfallt. Der Japaner Daijiro Kato war damals 13 Tage nach dem Unglück im Spital den Verletzungen erlegen.
Lüthis Aufholjagd belohnt
Im Schatten des Sturzes verkam der 3. Platz von Tom Lüthi zur Randnotiz. Der Emmentaler gelang in Misano zum fünften Mal in dieser Saison der Sprung auf das Podium. Nur von Rang 15 aus gestartet, konnte Lüthi im Rennen stetig Ränge gut machen. Am Ende musste er sich lediglich den Spaniern Julian Simon und Toni Elias geschlagen geben.
Auch Dominique Aegerter konnte sich gegenüber dem Qualifying (12. Startplatz) verbessern und klassierte sich auf Rang 8. Damit war das Schweizer Duo so gut wie noch nie klassiert.
Krummenacher fährt auf Rang 9
Zum achten Mal in diesem Jahr erreichte 125ccm-Pilot Randy Krummenacher eine Top-Ten-Klassierung. Der 20-jährige Zürcher Oberländer beendete den Grand Prix auf dem 9. Platz.
Krummenacher fuhr lange Zeit ein einsames Rennen. Von Startplatz 13 aus vermochte er sich nur unwesentlich zu verbessern. Er reihte sich in der 2. Runde auf Position 11 ein und blieb dort bis 7 Runden vor Schluss. Erst dann konnte er an die vor ihm liegenden Danny Webb (Gb) und Jonas Folger (De) aufschliessen und beide noch überholen.
Spanien dominiert die 125-ccm-Klasse
Mit seinem 6. Saisonsieg und dem 21. spanischen 125-ccm-Erfolg in Serie baute Marc Marquez seine Führung in der WM gegenüber Nicolas Terol von 4 auf 9 Punkte aus (197:188). Marquez gewann mit über 2 Sekunden Vorsprung vor seinen Landsleuten Terol und Efren Vazquez.
Pedrosa mit 3. Sieg in Serie
Der Spanier Daniel Pedrosa gewann das MotoGP-Rennen. Für den Honda-Piloten war es bereits der 3. Sieg in Serie. Landsmann Jorge Lorenzo fuhr auf Rang 2, Dritter wurde Valentino Rossi.
(jäg/rst)
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