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WM-Verteidigung gegen Englands Sturm
Das Testspiel gegen Australien hat gezeigt: Die Schweiz hat noch immer grosse Probleme mit dem Tore schiessen. Auch in der Defensive hat am Freitag indes nicht alles gepasst. Gegen England greift Trainer Ottmar Hitzfeld deshalb auf seine «WM-Verteidigung» zurück.
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Nur 4 Tore hat die Schweizer Nati in ihren 10 letzten Spielen erzielt. Gegen Australien hat das Team von Ottmar Hitzfeld aber nicht nur in der Offensive geschwächelt. Dass die Schweiz gegen die «Socceroos» keinen Treffer kassierte, war purer Zufall und nur dem Unvermögen der australischen Stürmer zuzuschreiben, die aus aussichtsreichster Position versagten.
Will die Schweiz am Dienstag gegen England mit einem positiven Resultat in die EM-Quali starten, muss die defensive Abstimmung in der Nati deutlich besser werden. Hitzfeld wird deshalb auf ein bewährtes Mittel zurückgreifen: In Basel wird die WM-Abwehr versuchen, die britische Offensivkraft in Schach zu halten.
Affolter und Fernandes müssen wohl weichen
Personell heisst das im Vergleich zum Australien-Spiel: François Affolter muss in der Innenverteidigung Steve von Bergen weichen, Reto Ziegler ersetzt auf der linken Position in der Viererkette Gelson Fernandes. Während der Wechsel auf der Aussenbahn logisch ist, zeichnete sich von Bergens Einsatz erst in den letzten Tagen ab.
Der Neuenburger zeigte ein starkes Debüt bei seinem neuen Klub Cesena in der Serie A. Er meldete Romas Superstar Francesco Totti ab und sorgte mit einer starken Leistung für einen Punktgewinn für den krassen Aussenseiter. Und weil sein Konkurrent Affolter gegen Australien eben nicht vollends überzeugen konnte, wird Hitzfeld am Dienstag wieder von Bergen vertrauen.
Wichtigkeit von Klub-Einsätzen
Der 27-Jährige hat an der WM nach dem Out von Philippe Senderos an der Seite von Stéphane Grichting überzeugt. «Der Sieg gegen Spanien wird noch sehr, sehr lange in Erinnerung bleiben», blickt von Bergen auf die WM zurück. «Weil wird Honduras nicht schlagen konnten und so einen Achtelfinal gegen Brasilien verpassten, bleibt aber auch ein bitterer Nachgeschmack zurück.»
Die WM ist Vergangenheit, die EM-Quali Gegenwart. Und dort will von Bergen unbestrittener Titular werden im Schweizer Nationalteam. Die Gelegenheit dazu ist günstig: Senderos fällt weiter aus, Johan Djourou ist nach langwierigen Verletzungssorgen noch nicht nahe an der Nati und Affolter mit seinen 19 Jahren noch sehr jung. «Ich nehme alles so, wie es kommt», sieht von Bergen dem Herbst gelassen entgegen. «Das Wichtigste wird sein, dass ich im Klub regelmässig zum Einsatz komme.»
Starke Defensive gegen England von Nöten
Am Dienstag steht von Bergen gegen England also vor einer schweren Aufgabe. Dass er sich vor grossen Namen nicht zu verstecken braucht, hat er an der WM gegen Spanien bewiesen. Ein ähnlich starker von Bergen wird auch am Dienstag von Nöten sein. Weil die Schweiz wohl nicht über Nacht zur Offensivmacht wird, ist eine starke Defensive umso wichtiger.
(fel)
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