Fussball
EM-Quali
Welt- und Europameister zu Gast in Vaduz
Mit Spanien, Holland, Deutschland, Italien und Frankreich starten heute Abend 5 grosse Fussball-Nationen in das Abenteuer EM-Qualifikation. Zuhause tritt vom genannten Quintett nur die «Equipe Tricolore» an - ob es allerdings ein wirkliches Heimspiel wird, steht offen.
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Frankreich befindet sich nach dem von A bis Z katastrophalen Auftritt in Südafrika auf Widergutmachungs-Tour und will sich mit den eigenen Fans versöhnen. In Paris gegen Weissrussland begegnen «Les Bleus» erstmals nach dem Desaster am Kap dem Heimpublikum.
«Ob man uns auspfeifen wird? Diese Frage stelle ich mir schon seit Tagen. Und ganz ehrlich: Ich fürchte dieses Wiedersehen», räumt der Mittelfeldspieler Abou Diaby von Arsenal ein.
Prandelli soll Italien Qualität zurückbringen
An angenehmere Zeiten will auch Italien anknüpfen. An der WM blamierte sich die «Squadra Azzurra» als Titelverteidiger mit dem letzten Platz in der Vorrundengruppe. Für den Neuanfang zeichnet der neue «Commissario tecnico» Cesare Prandelli verantwortlich. Er sagt: «Unser Fussball hat an Qualität eingebüsst, die wir zurückgewinnen müssen. Es gilt, wieder das Zusammenspiel zu pflegen.»
Erste Station auf der Rückkehr an die Spitze ist Tallinn. Estland hat schon einen Match absolviert. Die Balten bezwangen die Färöer in exremis, nachdem sie nach 90 Minuten noch im Rückstand gelegen hatten. Die stolze Nation Italien wartet in diesem Jahr weiterhin auf den ersten Länderspiel-Sieg. Vor dreieinhalb Wochen im Test gegen die Elfenbeinküste, als Prandelli sein Debüt gab, resultierte eine 0:1-Niederlage.
Spanien und Holland: Pflichtaufgaben zum Auftakt
Den WM-Finalisten stellen sich einfachere Aufgaben. Welt- und Europameister Spanien gastiert im Fürstentum Liechtenstein. Die Iberer müssen auf den Abwehr-Chef Carles Puyol (Muskelfaserriss) verzichten.
Bei Holland, das nach San Marino gereist ist, feiert Stürmer Ruud van Nistelrooy nach mehr als 2 Jahren Absenz das Comeback. Er ersetzt den am einen Knöchel verletzten Robin van Persie. Nach dem Abgang von Giovanni van Bronckhorst hat Bondscoach Bert van Marwijk die Captain-Funktion seinem Schwiegersohn Mark van Bommel übertragen.
Unruhe bei Deutschland
Beim WM-Dritten Deutschland war die Captain-Frage von lauten Nebengeräuschen begleitet. Michael Ballack wird die Binde zurückerhalten, obwohl er nach überstandener Sprunggelenk-Verletzung für die heutige Partie gegen Belgien nicht nominiert wurde und Philipp Lahm entsprechende Ansprüche angemeldet hatte.
Lahm muss vorläufig mit der Rolle des Stellvertreters Vorlieb nehmen. Unter den DFB-Keepern hat sich WM-Torhüter Manuel Neuer in die Pole-Position gebracht.
(si/jäg)
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