Fussball
Testspiel
Keine Tore bei Schweiz – Australien
Die Schweizer Nationalmannschaft tut sich mit dem Toreschiessen weiter schwer. Im Testspiel gegen Australien resultierte ein 0:0 – trotz Torchance vom Elfmeterpunkt.
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Ausgerechnet Alex Frei scheiterte nach exakt einer Stunde aus 11 Metern. Der Schuss des ansonsten sicheren Elfmeterschützen streifte nur das Lattenkreuz. Die Elf von Ottmar Hitzfeld totalisiert damit aus den letzten 10 Partien weiterhin nur 4 Tore.
Australien mit Grosschancen
Trotz des verschossenen Elfmeters schmeichelt das Remis den Schweizern fast ein bisschen. In der 1. Halbzeit waren es nämlich die Gäste aus Down Under, die in St. Gallen dem Torerfolg mehrmals äusserst nahe waren. Die Australier vermochten aber keine ihrer drei hundertprozentigen Chancen in Tore umzumünzen.
Lucas Neill vergab nach 10 Minuten die erste Grosschance, nach 25 Minuten schaffte Scott McDonald das Kunststück, das Leder aus 8 Metern Tordistanz über das Gehäuse zu hauen. Die dritte Chance zur Führung der Gäste vergab kurz vor dem Pausenpfiff erneut McDonald, der diesmal noch näher zum Tor stand und freistehend zum Kopfball kam, den Ball aber nicht auf das Tor brachte.
Grosses Glück bekundete die Hitzfeld-Truppe auch bei einem an sich harmlosen Abschluss von Brett Holman. Goalie Marco Wölfli bekam den Ball erst auf der Torlinie zu fassen.
Bunjaku verpasst knapp
Die Schweizer hatten in den ersten 45 Minuten ebenfalls ihre Möglichkeiten. Die grösste davon vergab Albert Bunjaku nach 11 Minuten, als der Nürnberg-Legionär eine Hereingabe von Frei verpasste. Auch Xavier Margairaz liess sich eine Torchance notieren. Sein Schuss aus 13 Metern wurde jedoch noch ins Aus abgelenkt.
Schweiz nach der Pause am Drücker
Nach dem Tee waren mehrheitlich die Mannen mit dem Schweizer Kreuz auf der Brust am Drücker. In der 47. Minute rettete Australiens Keeper Mark Schwarzer nach einer Direktabnahme von Margairaz, in der 50. Minute prüfte David Degen den Fulham-Torhüter.
Degen war es auch, der schliesslich den Elfmeter für Frei herausholte. Der YB-Spieler, der eine sehr gute Partie zeigte und einer der auffälligsten Akteure im Schweizer Kollektiv war, wurde nach einem Zuspiel von Gelson Fernandes von Aussie-Captain Neill umgerempelt.
Margairaz mit letzter Chance
Nach dem verschossenen Elfmeter von Frei blieben weitere Torchancen Mangelware. Einzig Margairaz hätte das Heimteam Sekunden vor dem Abpfiff zum Sieg schiessen können, doch der Schuss des FCZlers flog über das Tor. «Es war zum Verzweifeln, wir hatten so viele Torchancen, aber keine wollte rein», brachte es Margairaz auf den Punkt. «Immerhin konnten wir uns Möglichkeiten erarbeiten.»
(bon)
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