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Hitzfeld: «Leider wurden wir nicht belohnt»
Trotz dem torlosen Remis gegen Australien im Testspiel von St.Gallen zeigte sich Nati-Coach Ottmar Hitzfeld nicht unzufrieden. Der Lörracher freute sich insbesondere über die offensiven Ansätze seiner Equipe. Geärgert hat sich Hitzfeld dagegen über die Pfiffe gegen Alex Frei.
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«Es war ein spannendes Spiel. Beide Teams traten gegen vorne frech auf. Uns fehlte aber erneut die Kaltblütigkeit», bilanzierte Hitzfeld, der gleichzeitig hoffte, dass sich sein Team die Chancenauswertung für den kommenden Dienstag gegen England aufgehoben hat. «Es war aber bereits erfreulich, dass wir uns überhaupt so viele Torchancen herausgearbeitet haben, so viel in den Abschlussbereich gekommen sind. Wir haben grossen Aufwand betrieben, leider wurden wir nicht belohnt. Die letzten Zentimeter haben am Ende gefehlt», so Hitzfeld weiter.
Freis Schuss ans Lattenkreuz
Weniger glücklich war Hitzfeld mit der Leistung in der Defensive, denn auch die Australier kamen, vor allem in der 1. Halbzeit, zu einer Vielzahl von guten Chancen: «Das Spiel hätte auch 2:2 oder 3:3 enden können. Wir müssen uns auch bei Marco Wölfli bedanken, er hat hervorragend gehalten», sagte Hitzfeld, der anmerkte, dass eine solche Darbietung gegen England nicht genügen werde.
Die grösste Schweizer Chance vergab Alex Frei, dessen Penalty in der 60. Minute das linke Lattenkreuz streifte: «Schwarzer wusste, in welche Ecke ich normalerweise schiesse, nachdem ich vor einem Jahr gegen Fulham getroffen hatte. Ich wechselte deshalb die Ecke und verkürzte auch meinen Anlauf. Das hätte ich wohl besser nicht gemacht. Das wird mir gegen England nicht mehr passieren. Besser jetzt, als am Dienstag», so der Nati-Topskorer, der in der Folge vom St.Galler Publikum gnadenlos ausgepfiffen wurde.
Ärger über Pfiffe gegen Frei
Die Pfiffe ärgerten auch Hitzfeld: «Es war peinlich, wie sich ein paar St. Galler Zuschauer benommen haben. Alex Frei hat grosse Verdienste und schon manchen wichtigen Elfmeter verwertet. Das war total unfair vom St.Galler Publikum», sagte der Erfolgscoach, der sich so seine Gedanken über künftige Länderspiele in der Ostschweiz machte.
Freis Sturmpartner Albert Bunjaku lobte die Leistung von Fulhams Mark Schwarzer im Tor der Australier: «Es lag nur am gegnerischen Goalie, dass wir keine Tore erzielten. Wir machten eigentlich alles richtig, aber der stand immer am richtigen Ort», klagte der Nürnberger, der über die gesamten 90 Minuten durchspielen durfte.
«Interessante Überlegungen für Dienstag»
Insgesamt setzte Hitzfeld gegen Australien 17 Spieler ein, neben Bunjaku und Keeper Marco Wölfli spielten nur François Affolter, Gelson Fernandes und Xavier Margairaz durch. Zu seinen England-Plänen äusserte sich Hitzfeld gewohnt zurückhaltend: «Alle sind Kandidaten für das England-Spiel. Einige Spieler haben sich gegen Australien aufgedrängt. Ich weiss, dass ich auf sie zählen kann. Das sind interessante Überlegungen für mich für den Dienstag», so Hitzfeld.
(ac)
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