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EURO 2012

England Favorit in der Schweizer Quali-Gruppe

Donnerstag, 2. September 2010, 13:49 Uhr, Aktualisiert 15:00 Uhr

Am Dienstag startet die Schweiz gegen England in die Qualifikation zur EURO 2012. Die «Three Lions» und die weiteren Gegner in der Gruppe G Bulgarien, Montenegro und Wales stehen schon am Freitag im Einsatz. Ein Blick auf die Ausgangslage vor der Quali.

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Favorit England hat nach einer enttäuschenden WM-Endrunde in Südafrika mit personellen Problemen zu kämpfen. Für die Partien gegen Bulgarien und am Dienstag gegen die Schweiz muss Nationalcoach Fabio Capello auf die Chelsea-Stars Frank Lampard und John Terry, «ManU»-Abwehrchef Rio Ferdinand sowie auf Tottenham-Angreifer Peter Crouch verzichten. Alle fehlen verletzungsbedingt.

Englands Goalieproblem

Eine Änderung gibt es zudem auf der fast schon traditionellen Problemposition der Engländer: Die WM-Goalies David James (40) und Robert Green (30) wurden nicht mehr berücksichtigt. Dafür kehrt Scott Carson, zwei Jahre nach seinem letzten Länderspiel, zurück. Der Torhüter von West Bromwich Albion hat aber mit bisher 3 Einsätzen genauso wenig Erfahrung wie die ebenfalls aufgebotenen Joe Hart und Ben Foster (je 4 Länderspiele).

Immerhin: Für die Briten, die den letzten Test gegen Ungarn mit 2:1 gewannen, spricht die zuletzt souveräne Qualifikation zur WM 2010 in Südafrika, in der sie alle Heimspiele für sich entscheiden konnten. Zuvor hatten die Engländer allerdings an der EURO 2008 in der Schweiz und Österreich gefehlt. Verantwortlich dafür war die blamable 2:3-Heimniederlage im letzten Spiel gegen Kroatien.

So oder so: Trainer Capello warnt vor dem ersten Gegner vom Freitag: «Bulgarien ist ein gefährliches Team. Ich habe drei Spiele von ihnen gesehen. Zwei vor der WM und ihre letzte Partie gegen Russland. Die haben sie 0:1 verloren, aber sehr gut ausgesehen.»

Bulgarien ohne Berbatov

Die von Stanimir Stoilov betreuten Bulgaren konnten sich zuletzt für die EURO 2004 in Portugal qualifizieren - blieben dort aber ohne einen Punktgewinn. In der Folge verpassten sie zweimal als Gruppendritter den Einzug an die EM- und WM-Endrunde. Verzichten müssen die Bulgaren seit diesem Frühling auf ihren Rekordtorschützen Dimitar Berbatov (48 Treffer). Der Stürmer von Manchester United hat seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft gegeben. Er fühle sich müde und habe in der letzten Zeit Probleme mit Verletzungen gehabt, begründete er den Entscheid.

Im 21-Mann-Kader von Stoilov verdienen 19 Spieler ihr Geld bei ausländischen Vereinen. Der bekannteste Akteur ist sicherlich Aston Villas Stiliyan Petrov.

Wales mit Bellamy und Bale

Einige Achtungserfolge feierte zuletzt Wales. Wenig fehlte insbesondere zur EURO 2004, als erst Russland in den Barragespielen die Endstation bedeutete. Die schillerndste Figur im Team der Waliser ist der eben von Manchester City zu Cardiff gewechselte Craig Bellamy (31). Der schnelle Offensivallrounder war in der Vergangenheit schon oft wegen seiner Eskapaden aufgefallen. In wenig guter Erinnerung dürfte zudem Gareth Bale den Fans der Young Boys sein. Der 21-Jährige war mit den Tottenham Hotspurs in der Champions-League-Qualifikation auf die Berner getroffen.

Wales wird bereits seit 2004 von John Toshack betreut. Im letzten Test konnte Liechtenstein 5:1 bezwungen werden.

Montenegros erste Teilnahme an einer EM-Qualifikation

Für Montenegro ist die Teilnahme an der EM-Qualifikation eine Premiere. Zuvor war die erste WM-Ausscheidung mit nur einem Sieg im vorletzten Rang abgeschlossen worden. Immerhin verlief aber das letzte Freundschaftsspiel gegen Nordirland (2:0) erfolgreich. Aus Schweizer Sicht ist Luzerns Verteidiger Elsad Zverotic ein Begriff. Entsprechend freut er sich auf das Direktduell: «Das sind zwei einzigartie Spiele für mich.»

Wie qualifiziert man sich für die EURO 2012?

Die Gruppensieger und der Gruppenzweite mit der besten Bilanz gegen die ersten fünf Teams seiner Gruppe qualifizieren sich automatisch für die Endrunde. Die übrigen acht Zweitplatzierten bestreiten Barrage-Partien mit Hin- und Rückspiel. Die Gewinner aus diesen Duellen qualifizieren sich neben den Gastgebern auch für die Endrunde.

(dsc)