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U-21

Barrage-Einzug oder Hoffen und Bangen

Donnerstag, 2. September 2010, 13:46 Uhr, Aktualisiert 15:02 Uhr

Die Schweizer U21-Junioren schliessen am Freitag die Gruppenphase in der EM-Qualifikation ab. Wenn die Auswahl von Pierluigi Tami in Lugano gegen den Tabellenletzten Irland gewinnt, qualifiziert sie sich für die Barrage und wäre der Endrunde in Dänemark einen Schritt näher.

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Die Schweizer hätten verhindern können, dass der Partie im Cornaredo-Stadion (20 Uhr) Endspiel-Charakter zukommt. Wäre der Heimmatch gegen Verfolger Türkei nicht verloren gegangen und hätte auswärts gegen Georgien nicht nur ein Remis resultiert, stünden sie nicht derart unter Zugzwang.

Weil es vor drei Wochen in Winterthur im Test gegen Griechenland ein 0:1 abgesetzt hat, wartet die U-21 seit drei Spielen auf einen Sieg und einen Torerfolg.

Auf der anderen Seite ist es erstaunlich, dass die Schweiz trotz zwei Unentschieden und zwei Niederlagen immer noch aus eigener Kraft in die Barrage einziehen kann. Zugute kommt ihr die Ungeschlagenheit bei den Auswärts-Auftritten. Zuhause unterlagen Tamis Schützlinge nicht nur der Türkei, sondern auch Estland. Es wäre also verfehlt, das Duell mit Schlusslicht Irland als Selbstläufer zu betrachten.

Etliche Leistungsträger fehlen

Pierluigi Tami kann heute in der entscheidenden Partie nicht auf die mutmassliche Bestbesetzung zurückgreifen. Vier Leistungsträger stehen im Kader der A-Nationalmannschaft: Eren Derdiyok, Xherdan Shaqiri, Moreno Costanzo und François Affolter. Weitere prominente Namen wie Xavier Hochstrasser, Valentin Stocker, Frank Feltscher, Fabian Lustenberger oder Mario Gavranovic fehlen wegen Verletzungen und Sperren.

Aufgeboten wurde eine recht unerfahrene Equipe, die es gemeinsam auf lediglich sechs Tore bringt. Die Abschlussschwäche kann wohl am ehesten Nassim Ben Khalifa beheben.

Trainer Tami mag über die Personal-Situation nicht klagen. An der Tatsache, dass vier Teamstützen in einem wichtigen Moment dem A-Nationalteam angehören, stört er sich nicht. «Schliesslich ist es die Hauptaufgabe der U-21, Talente weiterzubringen. Absenzen dürfen im Falle von negativen Resultaten nicht als Entschuldigung herhalten», lässt sich der Tessiner zitieren.

Deutschland bereits ausgeschieden

Sollte die Schweiz gegen Irland nicht gewinnen, bleibt die Hoffnung, dass die letzten verbliebenen Kontrahenten Türkei und Georgien auch Punkte abgeben. Die Chance, als einer der besten vier Gruppenzweiten die Barrage zu erreichen, wäre klein. Gastgeber Dänemark ist für die EM gesetzt, Holland hat sich bislang als einzige Auswahl für die Barrage qualifiziert. Titelverteidiger Deutschland ist bereits aus dem Rennen (nach einem 1:4-Debakel auf Island!). Grossmächte wie Italien, Spanien, Frankreich, England und Portugal stehen mit dem Rücken zur Wand.

Das Schweizer U-21-Aufgebot

Tor: Yann Sommer (Basel), Kevin Fickentscher (Sion). - Abwehr: Gaetano Berardi (Brescia), Fabio Daprelà (Brescia), Rolf Feltscher (Parma), Timm Klose (Thun), Philippe Koch (FC Zürich), Daniel Pavlovic (Grasshoppers), Jonathan Rossini (Sampdoria Genua). - Mittelfeld und Sturm: Amir Abrashi (Grasshoppers), Michel Avanzini (Lausanne), Nassim Ben Khalifa (Wolfsburg), Fabian Frei (St. Gallen), Simone Grippo (Frosinone), Pajtim Kasami (Palermo), Orhan Mustafi (Bielefeld), Pascal Schürpf (Basel), Sébastien Wüthrich (Neuchâtel Xamax), Granit Xhaka (Basel), Steven Zuber (Grasshoppers). - Auf Pikett: Alessandro Ciarrocchi (Bellinzona), Guillaume Katz (Lausanne), Oliver Klaus (Yverdon), Admir Mehmedi (FC Zürich), Adrian Nikci (FC Zürich), Alain Wiss (Luzern).

Programm. Gruppe 2. Heute Freitag, 20 Uhr, in Lugano: Schweiz - Irland. Morgen Samstag, 17 Uhr, in Sakarya: Türkei - Georgien. - Rangliste: 1. Schweiz 9/17. 2. Türkei 8/13. 3. Georgien 8/12. 4. Estland 10/12. 5. Armenien 9/10. 6. Irland 8/7. - Die restlichen Spiele. Dienstag, 7. September: Türkei - Irland und Georgien - Armenien.

(si/dsc)