Tennis
US Open
Roddick von Tipsarevic entzaubert
Die US Open haben ihre ersten grossen Überraschungen. Andy Roddick scheiterte in der 2. Runde am bärenstarken Serben Janko Tipsarevic, Tomas Berdych verlor sein Startspiel gegen Michael Llodra. Andy Murray blieb derweil ohne Probleme.
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Für Andy Roddick ist der Traum vom US-Open-Titel bereits geplatzt. Der Amerikaner fand in der 2. Runde im unwiderstehlich aufspielenden Janko Tipsarevic seinen Meister und verlor mit 6:3, 5:7, 3:6 und 6:7. Für den Texaner war es zwei Tage nach seinem 28. Geburtstag die erste Zweitrunden-Niederlage seiner Karriere in Flushing Meadows.
Tipsarevic beim Service brillant
Tipsarevic bestach vor allem mit seinem überragenden Service-Spiel. In den beiden letzten Sätzen liess der Serbe keinen einzigen Breakball mehr zu und auch im Tie-Break des vierten Durchgangs machte er bei eigenem Aufschlag jeden Punkt.
Kann Tipsarevic dieses Level halten, dürfte das Turnier für den Serben noch eine Weile weiter gehen. Weiter geht es auch für Andy Roddick - und zwar das sehnliche Warten auf den zweiten Major-Titel.
Berdych ohne Satzgewinn out
Michael Llodra setzte sich gegen Tomas Berdych souverän in 3 Sätzen durch und fügte damit dem Tschechen eine empfindliche Niederlage zu. Der 30-jährige Franzose verwertete nach 146 Minuten seinen dritten Matchball zum glatten 7:6 (7:3), 6:4 und 6:4-Sieg.
Berdych, der an den US Open noch nie über die Achtelfinals hinausgekommen ist, war dem mustergültigen Serve-and-Volley Spiel Llodras nicht gewachsen. Nachdem der 24-Jährige den 1. Durchgang im Tie-Break verloren hatte, war er zu keiner Steigerung mehr fähig. Von den nur 3 Break-Chancen, die Berdych während des gesamten Spiels erhielt, konnte er keine einzige verwerten.
Murray in 3 Sätzen
Andy Murray wurde in seiner Auftaktpartie noch nicht gefordert. Der Brite gewann gegen den Slowaken Lukas Lacko (ATP 72) ungefährdet mit 6:3, 6:2 und 6:2. Murray wäre in der 3. Runde am Wochenende der mögliche Gegner von Stanislas Wawrinka.
Murray zeigte gegen den überforderten Gegner sein ganzes Repertoire an Schlägen. Er schlug 37 Winner, beging aber mit 28 auch mehr unerzwungene Fehler als Lacko. «Ich bin sehr zufrieden, aber es war schwieriger heute, als es das Resultat vermuten lässt», so Murray nach dem Sieg. Auch der Schotte hatte mit der New Yorker Hitze zu kämpfen: «Die Bedingungen waren brutal!»
Ljubicic scheitert an Harrison
Der 18-jährige Amerikaner Ryan Harrison hat für eine weitere Überraschung gesorgt. Die Weltnummer 220 schlug den kroatischen Service-Spezialisten Ivan Ljubicic in vier Sätzen mit 6:3, 6:7 (4:7), 6:3 und 6:4. «Das Wetter war heute mein grösster Gegner», sagte Ljubicic nach der «Hitzeschlacht».
Der als Nummer 15 gesetzte Ljubicic ist damit nach Berdych, Marcos Baghdatis (Zyp/16), Ernests Gulbis (Lett/24) und Radek Stepanek (Tsch/28) bereits der fünfte gesetzte Spieler, der in der 1. Runde scheiterte.
(rst/ste/eli)
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