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Test-Länderspiel

Australien: Mit Weltmeister-Assistent nach Brasilien

Mittwoch, 1. September 2010, 15:20 Uhr, Aktualisiert 15:21 Uhr

An der WM-Endrunde in Südafrika hat Australien nur einmal verloren, aber sein Ziel, die Achtelfinal-Qualifikation, nicht erreicht. Mit Holger Osieck als neuem Trainer soll die dritte WM-Teilnahme in Folge realisiert werden. Am Freitag steht der Test gegen die Schweiz an.

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Bild Neu an der Seitenlinie der Australier: Holger Osieck.
Neu an der Seitenlinie der Australier: Holger Osieck. reuters

Das Ziel war klar. Nach dem überraschendem Erreichen des Achtelfinals an der WM 2006 in Deutschland sollte in Südafrika mindestens Gleiches realisiert werden. Doch der Auftakt endete im Debakel: Gegen Deutschland tauchten die «Socceroos» im 1. Gruppenspiel gleich mit 0:4.

Der Frust sass tief, die Reaktion fiel eindrücklich aus. Zunächst trotzte man Ghana ein 1:1 ab und im letzten Gruppenspiel gelang gegen Serbien ein 2:1-Sieg. Die 4 Punkte reichten jedoch nur zu Rang 3 in der Gruppe D; Ghana zog dank dem besseren Torverhältnis in die K.o-Phase ein.

Weltmeister 1990 in Italien

Pim Verbeek, holländischer Trainer der Australier, hatte schon vor der WM angekündigt, dass er nach dem Turnier von seinem Amt zurücktreten werde. Am 11. August gab der Verband die Verpflichtung von Holger Osieck als Nachfolger von Verbeek bekannt. Noch am selben Tag ging ein Test gegen Slowenien mit 0:2 verloren.

Osieck, 61-jähriger Deutscher, kann auf eine lange Trainer-Karriere zurückblicken. Von 1987 bis 1990 war er Franz Beckenbauers Assistent bei der deutschen Nationalelf, mit der er in Italien 1990 Weltmeister wurde. Da dem «Kaiser» die offizielle Trainerlizenz fehlte, war Osieck als Team-Chef aufgeführt.

Umbruch lässt auf sich warten

Nach der WM-Endrunde zog Osieck mit Beckenbauer nach Marseille weiter, ehe er in der Bundesliga (Bochum), in der Türkei (Fenerbahçe, Kocaelispor) und in Japan (Red Diamonds) an den Seitenlinien stand. Es folgten das Amt des kanadischen Nati-Coaches sowie eine Anstellung bei der FIFA. Vor 3 Jahren wurde er zum 2. Mail Trainer bei den Red Diamonds, mit denen er die asiatische Champions League gewann - sein grösster Erfolg auf Klubebene.

Nun soll der Deutsche die Australier an die WM 2014 nach Brasilien führen. Angekündigt war der grosse Umbruch im Team, doch der blieb bisher aus. Torhüter Mark Schwarzer (37), Lucas Neill (32), Brett Emerton (31), Harry Kewell (31) und Jason Culina (30) sind alle noch dabei, von einer Verjüngung kann (noch) keine Rede sein. Gegen die Schweiz werden Josh Kennedy und Kewell verletzungsbedingt fehlen. Scott Chipperfield bezeichnete die WM-Spiele als seine letzten im Dress der «Socceroos» und fehlt dementsprechend im Aufgebot.

Australien traf in seiner Länderspiel-Geschichte bisher noch nie auf die Schweiz. Gleiches gilt für die Test-Partie gegen Polen am 7. September, auch dieses Aufeinandertreffen ist einer Premiere.

Hinweis: Die Partie Schweiz - Australien wird am Freitag ab 20.00 Uhr live auf «SF zwei» übertragen.

(jäg)