Tennis
US Open
Roger Federer siegt in drei Sätzen
Roger Federer hat an den US Open in New York ohne Probleme die 2. Runde erreicht. Der an Nummer 2 gesetzte Schweizer besiegte in seinem Startspiel den Argentinier Brian Dabul (ATP 96) in 93 Minuten mit 6:1, 6:4 und 6:2.
Artikel bewerten
Artikel teilen
Der Unterschied in der Weltrangliste beträgt 94 Ränge und diese Differenz machte sich bemerkbar. Nachdem Federer zwei Games benötigt hatte, um ins Turnier zu finden, regierte nur noch er im grössten Tennisstadion der Welt.
46 Winner, 5 Breaks
Federer mass den Platz nach Belieben aus, schickte Dabul von einer Ecke in die andere und beendete die Partie nach 93 Minuten mit dem 18. Ass. Der Grand-Slam-Rekordsieger brachte es auf 46 Winner, Dabul gelangen ganze 4. Allerdings lag Federer auch bei den unforced errors mit 33 gegenüber 22 vorne. Federer verwertete 5 von 19 Breakbällen, Dabul konnte seine einzige Chance zum Service-Durchbruch dagegen nicht nutzen.
«Ich hätte sicher noch klarer gewinnen können, machte aber so viele Fehler, weil ich das Tempo hochhalten konnte», sagte Federer zu seiner relativ hohen Anzahl Fehler und der nicht berauschenden Quote an verwerteten Breakbällen.
Wieder ein «Zauberschlag»
Richtig Stimmung kam angesichts der Überlegenheit Federers nur selten auf, einmal war aber das ganze Stadion auf den Füssen. Nach einem langen Ballwechsel beim Stand von 5:3 im zweiten Satz erlief Federer einen Lob seines Gegners und spielte den Ball im Höchsttempo zwischen den Beinen als Winner.
Ein ähnlicher Ball war ihm letztes Jahr gegen Novak Djokovic im Halbfinal gelungen. «Der einzige Unterschied war, dass Novak näher am Netz stand», freute sich Federer. «Solche Schläge sind mir noch nicht viele gelungen. Aber jetzt sind es bereits zwei in New York auf dem Center Court und in der Night Session.»
Mit Annacone, ohne Lüthi
Betreut wurde Federer in seinem Startspiel in New York von Paul Annacone. In der Box fehlte dagegen Severin Lüthi: «Es war schon länger so abgemacht, dass Seve in Cincinnati und bei der Vorbereitung auf New York dabei ist. Ich wollte aber nicht beide am selben Turnier», so Federer. Lüthi wird dann bei den Asien-Turnieren wieder dazustossen, Annacone wohl erst später.
Beck als nächster Gegner
In der 2. Runde trifft Federer erneut auf einen Linkshänder. Sein Gegner ist dann, voraussichtlich am Donnerstag, der Deutsche Andreas Beck (ATP 104), gegen den er noch nie gespielt hat. Beck besiegte Landsmann Michael Berrer in drei Sätzen.
«Ich habe immer gesagt, dass ich einmal gegen ihn spielen will. Dass das jetzt sogar hier auf dem Centre Court sein wird, ist eine pure Freude für mich», erklärte Beck. «Ich versuche das Spiel wie jedes andere Match zu nehmen. Ich werde es einfach geniessen, das wird ein schönes Gefühl», so der 24-jährige Stuttgarter, der in seiner Karriere einmal mit Roger Federer trainiert hat.
Hewitt bereits ausgeschieden
Ausgeschieden ist Federers möglicher Drittrunden-Gegner. Lleyton Hewitt muss nach einer Fünfsatz-Niederlage gegen Paul-Henri Mathieu unerwartet früh die Heimreise antreten
(si/ac)
Meldungen im Tagesverlauf
- «Kulturinfarkt»-Autor Knüsel tritt bei Pro Helvetia zurück
- Jetzt live: Ziel erreicht – MFO-Gebäude 60 Meter verschoben
- Neue Atomgespräche mit Iran
- Hollande will Eurobonds durchdrücken
- Wirtschaftsspionage: Ems Chemie kritisiert Bundesanwaltschaft
- EU-Staaten ringen um Wachstumsstrategie
- Ausschaffungs-Initiative: Bundesrat schwenkt auf Automatismus ein
- Schneider-Ammanns Seilschaft gescheitert – Dell'Ambrogio bleibt
- Verbotener Gentech-Raps entdeckt
- «DJ Charlie»: Prinz Charles an den Plattentellern
- Facebook-Debakel wird zum Futter für Juristen
- Mehrheit der Sans Papiers ohne Krankenversicherung
- Grossandrang vor Kairos Wahllokalen – auch wegen der Hitze
- Atomausstieg: Bundesrat will bei Stromnetz Gas geben
- Bewegte Geschichte des MFO-Gebäudes
- Heiko Vogel: «Umbruch ist auch eine Chance»





