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Swiss-Ski trennt sich von Direktor Denis Vaucher

Dienstag, 31. August 2010, 10:49 Uhr, Aktualisiert 14:43 Uhr

Der Schweizerische Ski-Verband trennt sich mit sofortiger Wirkung von Direktor Denis Vaucher, der das Amt erst im Januar 2010 angetreten hat. Grund für die plötzliche Trennung sei «ein tief zerrüttetes Vertrauensverhältnis».

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Swiss-Ski-Direktor Denis Vaucher muss gehen

Wegen «Unstimmigkeiten in verschiedenen Bereichen, die das Vertrauensverhältnis nachhaltig gestört haben und eine weitere Zusammenarbeit verunmöglichen», muss Verbandsdirektor Denis Vaucher per sofort den Hut nehmen, wie Swiss-Ski in einem Communiqué schreibt. Die Trennung erfolgt nach einem einstimmigen Entscheid des Präsidiums.

Viele Probleme mit Vaucher

Zu den Gründen für die Trennung äusserten sich das Präsidium um Urs Lehmann an einer Medienkonferenz nicht im Detail. Lehmann sprach von einem «tiefer erschütterten Vertrauensverhältnis» (zwischen Vaucher und dem Präsidium) und nahm weitere Stichworte wie «Transparenz, Offenheit und Ehrlichkeit» in den Mund. Die Exponenten betonten, dass nicht ein einzelner Vorfall zur Entlassung geführt habe, sondern die Summe aus mehreren Problemfeldern.

Häufige Stellenwechsel

Vor seinem Engagement bei Swiss-Ski war Vaucher Direktor der Eishockey-Nationalliga gewesen und hatte sich dabei einen beachtlichen Leistungsausweis erarbeitet. Wegen häufiger Stellenwechsel in der Vergangenheit war seine Ernennung zum Swiss-Ski-Direktor aber auch skeptisch kommentiert worden.

«Eine Fehlbeurteilung»

Das rasche Ende von Vaucher stellt sowohl dem von externen Spezialisten durchgeführten Auswahlverfahren als auch dem Präsidium ein schlechtes Zeugnis aus.
Lehmann verteidigte zwar das Vorgehen, räumte aber andere Fehler ein. «Die Faktoren, die jetzt zur Trennung geführt haben, lagen damals schon auf dem Tisch, wurden von uns aber falsch gewichtet.» Mit dem heutigen Wissensstand müsse man von einer Fehlbeurteilung reden.

Ein Schleudersitz

Interimistischer Nachfolger von Vaucher wird Andreas Wenger, bei Swiss-Ski «Chef Dienste». Die Suche nach einem neuen Mann ist bereits lanciert. Wer auch immer zum Handkuss kommt, begibt sich auf einen Schleudersitz. In den letzten 25 Jahren betrug die durchschnittliche Verweildauer an der operativen Verbandsspitze lediglich gut zwei Jahre.

(si/rek)