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US Open
US Open: Ein Frauen-Trio hebt sich vom Rest ab
Serena Williams, die Nummer 1 der Weltrangliste, fehlt an den US Open verletzungsbedingt. Topgesetzt ist die Dänin Caroline Wozniacki, die mit dem Turniersieg in New Haven ihre Ambitionen anmeldete. In der anderen Tableau-Hälfte gilt es vor allem Titelverteidigerin Kim Clijsters zu beachten.
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An den US-Open ist im Feld der Frauen nach dem Ausfall von Serena Williams (Fussverletzung) keine Kronfavoritin auszumachen. Für den Titel kommen zahlreiche Athletinnen in Frage. Ein Trio sticht aber heraus: Kim Clijsters (Be), Caroline Wozniacki (Dä) und Maria Scharapowa (Russ) sind die wohl heissesten Anwärterinnen auf den Sieg beim letzten Grand-Slam-Event des Jahres.
Wozniacki im Schuss
Die Frau der Stunde ist die Dänin Wozniacki. Die Nummer 2 der Weltrangliste hat 2010 schon 4 Turniersiege feiern können - 3 davon im Monat August. Nach ihrem Achtelfinal-Out in Wimbledon gönnte sich die 20-Jährige eine fünfwöchige Pause, um stärker denn je zurück zu kommen.
Wozniacki gewann der Reihe nach die Turniere in Kopenhagen, Montreal sowie New Haven (6:3, 3:6, 6:3 im Final gegen Nadia Petrowa). Von ihren letzten 16 Matches gewann die Dänin 15 - alle davon auf Hartplatz.
Auch der schnelle Belag an den US Open behagt Wozniacki, die in ihrer noch jungen Kariere schon 10 Turniere gewonnen hat. Im letzten Jahr erreichte sie im «Big Apple» ihren ersten und bislang einzigen Grand-Slam-Final. Dort unterlag sie Kim Clijsters 5:7, 3:6. Nun scheint die Dänin reif für den Titel.
Clijsters zurück an der Stätte des Triumphs
Wozniackis Finalbezwingerin 2009 in New York gilt es auch jetzt wieder zu beachten. Vor einem Jahr krönte Clijsters ihr Traum-Comeback mit dem Triumph an den US Open (dem erst 3. Turnier nach ihrer über 2-jährigen Pause). Die aktuelle Nummer 3 der Welt hat 2010 drei Turniere gewonnen - alle auf Hartplatz. Zuletzt triumphierte die 27-Jährige vor 2 Wochen in Cincinnati.
Scharapowas schwierige Auslosung
Maria Scharapowa (23) ist zwar «nur» die Nummer 17 der Welt. Trotzdem gilt es die Russin zu beachten. Nach einer schwierigen Zeit mit diversen Verletzungen scheint die ehemalige Weltnummer 1 wieder richtig Tritt zu fassen. Bei ihrem letzten Turnier in Cincinnati scheiterte Scharapowa erst im Endspiel an Clijsters.
Weil Scharapowa, die US-Open-Siegerin 2006, in New York aufgrund ihres Rankings nur an Position 14 gesetzt ist, könnte sie schon in der 4. Runde auf die topgesetzte Wozniacki treffen. Im Falle eines Sieges dürfte die nächste Kontrahentin Swetlana Kuznetsowa (WTA 12) oder Na Li (WTA 9) heissen.
Viele Herausforderinnen
Neben dem Trio Wozniacki/Clijsters/Scharapowa gibt es eine ganze Hand voll Spielerinnen, die den Titel holen können. Die Amerikanerin Venus Williams gehört im Normalfall dazu. Die mittlerweile 30-Jährige hat aber seit Ende Juni und dem Viertelfinal-Out in Wimbledon keine Ernstkämpfe mehr bestritten. Hinter der Verfassung der zweifachen US-Open-Siegerin (2000/2001) steht ein grosses Fragezeichen.
Die Russin Kuznetsowa, vor 6 Jahren Champion in New York, gilt es ebenso zu beachten wie ihre Landsfrauen Jelena Dementiewa und Alisa Kleybanowa. Auch die Chinesin Li oder die Weltnummer 4 Jelena Jankovic (Ser) wollen im Kampf um die Trophäe ein gewichtiges Wörtchen mitreden.
Die Schweizerinnen in der Nebenrolle
Die Schweiz ist im Frauen-Tableau mit einem Trio vertreten. Patty Schnyder (WTA 52) überzeugte in der Vorwoche, obwohl sie gegen Wozniacki in Montreal knapp verlor (5:7, 5:7). Die Auslosung meinte es gut mit der Baslerin: Über Kirsten Flipkens (WTA 71) als Startgegnerin kann sie sich nicht beklagen, ebenso wenig über die ersten möglichen Gesetzten (Maria José Martinez Sanchez und Yanina Wickmayer).
Nicht zufrieden mit dem Draw wird die aktuelle Schweizer Nummer 1 Timea Bacsinszky (WTA 46) sein, die in der Startrunde auf Jie Zheng (China/21) trifft. Für Stefanie Vögele (WTA 107) wäre nach schwierigen Monaten ein Sieg gegen Dominika Cibulkova (Slk, WTA 45) schon ein grosser Erfolg.
(rek)
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