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Super League

Thun trotzt auch Leader Luzern Punkte ab

Sonntag, 29. August 2010, 16:15 Uhr, Aktualisiert 18:12 Uhr

Der kecke Aufsteiger Thun bleibt auch nach 7 Runden weiterhin das einzige ungeschlagene Team der Super League. Im Spitzenspiel rangen die Berner Oberländer dem FC Luzern ein verdientes 1:1 ab. Der FCL beklagte den Ausfall von Hakan Yakin und Daniel Gygax.

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Luzern - Thun («sportpanorama»)

Endlich wurden die Angriffsbemühungen der Gäste belohnt. Gespielt waren 74 Minuten, als sich Thuns Marc Schneider und Stefan Glarner auf der linken Seite gekonnt durchsetzten und Nick Proschwitz in der Mitte wunderbar bedienten, so dass der Deutsche keinerlei Probleme bekundete, seinen 4. Saisontreffer zum 1:1 zu erzielen. FCL-Keeper David Zibung war machtlos und Innenverteidiger Tomislav Puljic nur Zuschauer.

Ausfällen auf beiden Seiten

Am Ende rettete der Gastgeber das Remis über die Zeit - auch wenn nur mit Glück: In der 92. Minuten verpasste der Thuner Timm Klose mit einem Latten-Kopfball den Siegtreffer nur hauchdünn. Mit dem 1:1 war Leader Luzern definitiv gut bedient, denn Thun hatte über die gesamte Spielzeit gesehen mehr von der Partie. Vor allem in offensiver Hinsicht enttäuschten die Zentralschweizer masslos. Dies dürfte auch mit den verletzungsbedingten Ausfällen von Hakan Yakin (45.) und Daniel Gygax (56.) zu tun gehabt haben.

Doch auch Thun musste über eine Stunde lang ohne seinen Mittelfeld-Regisseur auskommen. Oscar Scarione musste noch vor Yakin das Feld mit Schmerzen verlassen.

FCL-Führung dank Abwehrpatzer

Dem 1:0 für den FC Luzern war ein grober Schnitzer des Thuners David Da Costa vorausgegangen. Der Torhüter unterlief in der 16. Minute einen von Yakin getretenen Eckball; der aufgerückte Puljic musste nur noch den Kopf hinhalten. Es war für den kroatischen Neuzugang des FCL der erste Saisontreffer.

Luzerns Offensive, mit 3 Toren im Schnitt pro Partie die beste der Liga, konnte nach dem Führungstreffer im ersten Umgang - ausser einem Distanzversuch von Alain Wiss - keine weiteren Akzente setzen. Die Thuner verstanden es ausgezeichnet, mit einer aufsässigen Spielweise die Zentralschweizer zu kontrollieren.

Es waren vielmehr die Gäste, die in der gegnerischen Hälfte für Unruhe sorgten. Doch weder Nick Proschwitz (29.) noch Giuseppe Morello (30.) waren im Abschluss erfolgreich. Ersterer sollte sein Versäumnis noch nachholen.

(jäg)