Inhalt

Serie A

In Italien nicht viel Neues

Samstag, 28. August 2010, 12:59 Uhr

Mit Inter Mailand, der AS Roma, Juventus Turin und der AC Milan streiten sich auch diese Saison die üblichen Verdächtigen um den Titel in der Serie A. Favorisiert aus diesem Quartett ist Triple-Gewinner Inter - trotz des Abgangs von Star-Trainer José Mourinho.

Bild

Die Befürchtung, Inter Mailand könnte zum sechsten Mal in Serie den «Scudetto» gewinnen und die Serie A endgültig zur einseitigsten Spitzenliga Europas werden lassen, ist berechtigt. Der Triple-Gewinner konnte sein Star-Ensemble beisammen halten - auch die umworbenen Maicon und Wesley Sneijder bleiben - und ist in sämtlichen Mannschaftsteilen erstklassig besetzt.

Neu ist bei Inter der Trainer

Einziges Fragezeichen ist der Trainer. Der exzentrische, aber super-erfolgreiche José Mourinho ist mit grossem Tamtam nach Madrid weitergezogen. Es wird interessant sein, zu sehen, wie der Spanier Rafael Benitez (vom FC Liverpool) mit den Allüren seiner zahlreichen Stars zurecht kommt und auch, wie er sich mit der italienischen Presse herumschlägt.

Frischer Wind bei «Juve»

Beinahe mit einer komplett umgebauten Mannschaft und einer neuen Führungsetage wird Juventus nach der katastrophalen letzten Saison wieder angreifen. Statt in der Champions League spielt der Rekordmeister auch europäisch nur die zweite Geige: Der 7. Rang reichte nur für die Europa-League-Qualifikation.

Um ein ähnliches Szenario zu verhindern, krempelte die «Alte Dame» ihre Mannschaft um. Unter anderen stiessen der in Liverpool nicht glücklich gewordene Römer Alberto Aquilani (leihweise), die italienischen Internationalen Leonardo Bonucci und Simone Pepe sowie der serbische WM-Teilnehmer Milos Krasic zum Team des neuen Trainers Luigi Del Neri.

Kaum Neuzuzüge bei der AC Milan

Ähnlich wie bei Juventus gab Milans neuer Coach Massimiliano Allegri auch bei der AC in der Vorbereitung vielen jungen Spielern eine Chance. Grosse Namen wurden hingegen keine verpflichtet - Kevin-Prince Boateng ist der gewichtigste Neuzugang.

Es könnte jedoch sein, dass noch ein im doppelten Sinn «grosser Spieler» zum Kader der «Rossoneri» dazustösst: Der 1.95 m lange schwedische Stürmer Zlatan Ibrahimovic vom FC Barcelona ist bei der AC Milan seit geraumer Zeit ein Thema.

AS Roma hielt am Trainer fest

Wie Inter und Milan tätigte auch die AS Roma, die als einziges Team der Top 4 weiterhin auf den gleichen Trainer (Claudio Ranieri) zählt, kaum erwähnenswerte Transfers. Ausnahme blieb die Verpflichtung des Brasilianers Adriano, der aus seiner Heimat in die Serie A zurückkehrt.

Transfersieger Genoa

Als Transfersieger kann der FC Genoa bezeichnet werden. Der älteste Klub des Landes und letztjährige Tabellen-9. will wieder in die Europa League. Unter anderen wurden Portugals Nationalgoalie Eduardo, dessen Nationalmannschafts-Kollege Miguel Veloso (Mittelfeld), der bei Bayern München abgeschobene Luca Toni (Sturm) und der Brasilianer Rafinha (Verteidigung) in die Hafenstadt geholt.

Die erstgenannten Abstiegskandidaten sind wegen ihrem geringen finanziellen Spielraum die drei Aufsteiger Lecce, Brescia und Cesena, der neue Klub von Nati-Verteidiger Steve von Bergen.

(si/rek)