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Europa League
Lausanne schaltet Lokomotive Moskau aus!
Challenge-League-Klub Lausanne hat sich im Europa-League-Playoff sensationell gegen Lokomotive Moskau durchgesetzt. Die Westschweizer stehen damit völlig überraschend in der Gruppenphase.
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Lausanne hat es geschafft. Der Challenge-League-Leader mit einem Budget von gut 3 Millionen Franken setzte sich nach je einem 1:1 im Hin- und Rückspiel im Penaltyschiessen gegen den Moskauer Grossklub mit einem Budget von rund 100 Millionen Franken durch. Allein der nicht eingesetzte Ersatzspieler Denis Gluschakow bezieht bei Lokomotive einen Lohn, der dem Budget des krassen Schweizer Aussenseiters entspricht.
Was Lausanne bis anhin auf europäischem Parkett erreicht hat, darf getrost als eine der grössten Überraschungen der jüngeren Vergangenheit bezeichnet werden - nicht nur aus Schweizer Sicht. Dementsprechend rang Lausanne-Coach Martin Rueda bei der Medienkonferenz nach Worten. «Ich bin sehr, sehr stolz auf meine Spieler. Sie haben alles gegeben, und einige von ihnen konnten am Schluss kaum mehr laufen.»
Silvio bringt Gäste in Führung
Lausanne Sport trat in Moskau genauso frech auf wie im Hinspiel auf der heimischen Pontaise. So brachte Stürmer Silvio die Westschweizer bereits in der 17. Minute nach einem Eckball wuchtig mit dem Kopf in Führung. Die Russen, die zuletzt in sechs Partien ohne Sieg blieben, erhöhten daraufhin das Tempo und spielten sich öfters bis an die gegnerische Grundlinie durch. Doch danach stellten sie sich zu umständlich an, um die disziplinierte und äusserst solidarisch auftretenden Schweizer zu überwinden.
Lausanne im Glück
So leidenschaftlich die Waadtländer kämpften, einige Male beanspruchten sie auch einiges an Glück: In der 26. Minute wegen eines sehr knappen Abseits und in der Schlussphase wegen eines Handspiels annullierte der mazedonische Schiedsrichter Stawrew jeweils einen Moskauer Treffer. Erst in der 85. Minute traf der ukrainische Internationale Alexander Alijew mit einem abgefälschten Freistoss regulär ins Netz des tadellosen Lausanne-Keepers Anthony Favre - und erzwang damit die Verlängerung.
Riesiger Einsatz wurde belohnt
Lausanne brach nach dem Rückschlag nicht ein und widersetzte sich auch in der Folge vehement dem haushohen Favoriten. Silvio und Tosi verpassten gar die erneute Führung für Lausanne in der Verlängerung. Schliesslich musste das Spiel im Penaltyschiessen entschieden werden. Dort trafen mit Silvio, Carrupt, Tosi und Captain Celestini vier Lausanner souverän, während auf Moskauer Seite Schischkin und Maicon scheiterten.
Lausanne wird am Freitag seine Gegner in der Gruppenphase zugelost bekommen. Es winken Klubs vom Kaliber von Juventus Turin, Liverpool und Bayer Leverkusen.
(koem)
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