Inhalt

ATP Cincinnati

Geduldiger Federer gewinnt Cincinnati-Final

Sonntag, 22. August 2010, 17:30 Uhr, Aktualisiert 20:55 Uhr

Roger Federer hat beim ATP-1000-Turnier in Cincinnati seinen zweiten Turniersieg der Saison erobert. Der Schweizer setzte sich mit grosser Geduld gegen den stark aufspielenden Aussenseiter Mardy Fish mit 6:7, 7:6 und 6:4 durch.

Videoplayer
ATP Cincinnati: Federer - Fish

Mehr zum Thema

Artikel bewerten

  • Durchschnittliche Bewertung: 4
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5

Artikel teilen

Die Entscheidung zugunsten von Roger Federer fiel beim Stand von 4:4 im dritten Satz. Erstmals gelang es dem 29-Jährigen, den starken Service des um ein Jahr jüngeren Amerikaners Mardy Fish zum 5:4 zu durchbrechen.

Wenig später verwertete der Vorjahressieger gegen die Weltnummer 36 seinen zweiten Matchball zum 6:7, 7:6 und 6:4-Sieg. Für Federer war es der 63. Turniersieg der Karriere, jedoch erst der zweite in diesem Jahr nach seinem Triumph an den Australian Open im Januar.

«Spiel hätte auf beide Seiten kippen können»

«Es war eine gute Partie für uns beide, ich hätte dies auch gesagt, wenn ich veroren hätte», so Federer, «es hätte wirklich auf beide Seiten kippen können». In Cincinnati liess er sich die Trophäe zum vierten Mal überreichen, ein Kunststück, das in den achtziger Jahren auch Mats Wilander gelang. «Am Anfang meiner Karriere war es hier zu heiss und zu schnell für mich, aber irgendwann hat sich das gebessert. Jetzt spiele ich sehr gerne hier», so Federer.

Dank dem Erfolg in Cincinnati und der Finalteilnahme im vorangegangenen Turnier in Toronto hat sich Federer in die Poleposition für die in einer Woche beginnenden US Open gebracht. Titelverteidiger Juan Martin Del Potro kann dort verletzungsbedingt nicht antreten, die Weltnummer 1 Rafael Nadal scheint weit weg von der Form bei seinen Siegen in Paris und Wimbledon.

Fast dreistündiges Geduldsspiel in Cincinnati

Federer musste sich den Sieg gegen den mit einer Wildcard angetretenen Lokalmatador erdauern. Rund zweieinhalb Stunden lang scheiterte der Schweizer mit seinem Versuch, seinen Gegner zu breaken. Besonders im ersten Satz hätte die Weltnummer 2 frühzeitig alles klar machen können. Insgesamt 4 Breakbälle blieben aber ungenutzt. Im Tiebreak unterliefen Federer einige Fehler zuviel. Fish setzte sich mit 7:5 durch, obwohl er im gesamten ersten Durchgang 4 Punkte weniger als Federer machte.

Im zweiten Satz gewann der Baselbieter gar 9 Ballwechsel mehr als sein Kontrahent, den einzigen Breakball hatte aber dennoch Fish. Federer überstand die heikle Situation unbeschadet und blieb diesmal im Tiebreak unangetastet (7:1). Auch im Entscheidungssatz blieb der Final eine höchst ausgeglichene Angelegenheit - bis Federer das erste Break gelang.

(koem)