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Sutter: «Das 'Eidgenössische' ist Gänsehaut-Feeling»

Donnerstag, 19. August 2010, 10:39 Uhr, Aktualisiert 20.08.2010, 16:10 Uhr

Thomas Sutter, vor 15 Jahren zum Schwinger-König erkoren, war zu Gast im Live-Chat auf sport.sf.tv. Er blickte nochmals auf seinen Triumph 1995 zurück, beschrieb das Gefühl der Teilnahme an einem «Eidgenössischen» und nahm zur Favoritenfrage Stellung.

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Einige Auszüge des Chats:

Item Edi, Steinen: Wie ist das Gefühl für einen Topschwinger in die Arena beim ESAF einzulaufen, auch wenn man schon einige Titel errungen hat?
Thomas Sutter: Es ist einzigartig für jeden Schwinger an einem Eidgenössischen teilzunehmen. Es ist eine ganz andere Dimension, als man sich sonst gewohnt ist. Einfach Gänsehaut-Feeling. Wenn ich diese schöne Arena in Frauenfeld sehe, dann kribbelt es auch bei mir wieder.

Jack Hugentobler, Bülach: Waren gute Schwinger immer schon gross und schwer? Oder gab es früher auch mal einen "Kleinen" als Schwingerkönig?
Thomas Sutter: Es sind schon eher die grossen und schweren Schwinger, die sich in der Vergangenheit durchgesetzt haben. Ich bin beispielsweise 1,95 m gross und zu meiner aktiven Zeit 108 kg schwer gewesen. Ich wäre aber gerne 10 kg schwerer gewesen.

Angela Nyffeler, Nidau: was geschieht mit den lebendpreisen? werden die behalten? verkauft? geschlachtet?
Thomas Sutter: Die Lebendpreise haben eigentlich nur noch symbolischen Charakter. In den meisten Fällen werden die Tiere gegen Bargeld dem Besitzer zurückgegeben. Es ist eher die Ausnahme, dass ein Schwinger den Lebendpreis behält.

Rolf Huser, Näfels: Hallo Thomas, die besten Schwinger werden in der Werbung immer gefragter. Wie findest du dies? Gut für den Sport? oder zu stark Kommerzialisierung?Thomas Sutter: Wir haben im Schwingsport jetzt klare Regelungen bezüglich Sponsoring und Werbung. Ich finde die Regelung gut, denn bisher war alles eine Grauzone. Nun wird endlich kontrolliert und auch mal eine Grenze gezogen.

koni thöni, willisau: erinnern sie sich noch an ihren triumph 1995? welche gefühle verspürten sie da? und stört es sie, dass behauptet wurde, sie hätten ein foul an hasler begangen?
Thomas Sutter: Ich erinnere mich noch sehr gut an meinen Triumph in Chur. So etwas vergisst man nie. Es war ein wunderschöner Moment. Die Kritik an meinem Sieg hat mich nie gestört, denn drei Leute, der Platzkampfrichter, zwei Kampfrichter am Tisch und der Obmann haben entschieden und kein Fehlverhalten meinerseits moniert.

Livio Signer, Appenzell: Hallo Thomas. Wer ist dein Favorit für das diesjährige Eidgenössische? Liebe Gruess us Gonten.
Thomas Sutter: In Frauenfeld sind viele Favoriten am Start. Ein klarer Königs-Anwärter ist nicht auszumachen. Am ehesten sehe ich Sempach Matthias oder Laimbacher Philipp um die Krone kämpfen. Aber auch ein Abderhalden Jörg gilt es zu beachten. Ein schöner Gruss nach Gonten.

(jäg)