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Leichtathletik

Weltklasse Zürich

Weltklasse Zürich: Spektakel trotz Absagen?

Donnerstag, 19. August 2010, 9:03 Uhr

Trotz der Absagen von Usain Bolt und Asafa Powell: Das Diamond-League-Meeting «Weltklasse Zürich» wartet einmal mehr mit einem Weltklasse-Feld auf. Hürdensprinter David Oliver soll heute (20.00 Uhr live auf «SF zwei» und hier im Livestream) im ausverkauften Letzigrund für das Highlight sorgen.

In 9 Disziplinen stehen Entscheidungen um den Diamanten in Zürich an: Bei den Männer über 5000 m und 3000 m Steeple sowie im Hochsprung, Weitsprung und Diskuswerfen, bei den Frauen über 400 m sowie im Stabhochsprung, Weitsprung und Speerwerfen. Bereits am Mittwoch beim Wettkampf im Zürcher Hauptbahnhof hatte sich Nadeschda Ostaptschuk (WRuss) den Gesamtsieg im Kugelstossen gesichert.

Weltrekord von David Oliver?

Hohe Erwartungen lasten auf US-Hürdensprinter David Oliver. Der 28-jährige Olympia-Dritte hat in diesem Jahr schon mehrmals bewiesen, dass er den Weltrekord des Kubaners Dayron Robles in den Beinen hat. In Paris näherte er sich diesem mit 12,89 Sekunden bis auf zwei Hundertstel. Eine Extra-Motivation dürfte ihm die Tatsache geben, dass fünf der 25 im Letzigrund aufgestellten Weltrekorde über 110 m Hürden erzielt wurden.

Zwei Weltrekordler am Start

Nimmt man die Olympischen Spiele 2008 und die WM 2009 zum Massstab, sind das Steeple-Rennen und das Diskuswerfen der Männer die am besten besetzten Disziplinen. In diesen figurieren sämtliche Medaillengewinner von Peking und Berlin in den Startlisten. Über 3000 m Steeple ist zudem der für Katar laufende Weltrekordhalter Saif Saaeed Shaheen angekündigt, die zweite Weltrekordlerin in Zürich ist die tschechische Speerwerferin Barbora Spotakova.

Zahlreiche EM-Revanchen

Für viele Europäer bildet Weltklasse die ideale Gelegenheit, sich für Niederlagen bei den am 1. August zu Ende gegangenen kontinentalen Titelkämpfen zu revanchieren. In den 18 Einzel-Disziplinen des Hauptprogramms sind neben acht Olympiasiegern und zehn Weltmeistern nicht weniger als 40 EM-Medaillengewinner von Barcelona gemeldet, darunter 16 Europameister.

Schweizer Hoffnungen auf Lisa Urech

Quasi die Neuauflage des EM-Endlaufs stellt der Hürdensprint der Frauen dar; in diesem treten sieben der acht Finalistinnen an. Darunter befindet sich die Schweizerin Lisa Urech, die in Barcelona Rang 7 belegt hat. Die 21-jährige Emmentalerin befindet sich nach wie vor in ausgezeichneter Verfassung. Komplettiert wird das Hürdenfeld durch die beiden Jahresschnellsten Priscilla Lopes Schliep (Ka/12,52) und Lolo Jones (USA/12,55).

Gay in der Staffel

Neben Urech dürfen von den Einheimischen auch Irene Pusterla (Weit) und Anna Katharina Schmid (Stab) sowie bei den Männern Marc Schneeberger (200 m) und die 4x100-m-Staffel im Hauptprogramm starten. Letztere bekommen es unter anderem mit Jamaika und den USA zu tun. Die Amerikaner treten mit Tyson Gay an, der in diesem Jahr über 100 m sowohl Usain Bolt als auch Asafa Powell bezwungen hat.

(si/mos)