Tennis
ATP Toronto
Roger Federer unterliegt im Toronto-Final Andy Murray
Roger Federer hat einen von Regenunterbrüchen geprägten Final beim ATP-1000-Turnier in Toronto gegen Andy Murray mit 5:7 und 5:7 verloren. Trotzdem kann der Schweizer auf eine gelungene Turnierwoche zurückblicken.
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Roger Federers letztes Spiel in Toronto war ein Spiegelbild der gesamten Turnier-Woche in Kanadas grösster Stadt. Der 29-jährige Baselbieter zeigte unter den Augen seines neuen Coaches Paul Annacone phasenweise brilliantes Tennis. Federer zeigte sich angriffslustig, kam oft ans Netz und variierte wesentlich besser als zuletzt in Paris und Wimbledon, wo er jeweils in den Viertelfinals die Segel streichen musste.
«Das war eine hervorragende Woche für mich. Ich hätte viel früher ausscheiden können und bin froh, dass ich den Final erreichen konnte. Ich bin glücklich mit der Art, wie ich hier spielte», so Federer.
Unkonstanter Federer, starker Murray
Noch ist die neue Weltnummer 2 aber nicht ganz «der Alte». Immer wieder schleichen sich längere Schwächephasen ein. Gegen den wesentlich konstanteren Schotten Andy Murray geriet Federer gleich zu Beginn mit 0:3 in Rückstand. Zwar holte Federer die beiden Breaks im Verlaufe des Durchgangs zurück. Doch ein weiteres schwaches Aufschlagsspiel eröffnete Murray die Chance zum Satzgewinn.
Wiederholung 2. Satz ab 12.10 Uhr auf «SF info»
«SF info» wiederholt am Montag ab 12.10 Uhr den zweiten Satz des Finals von Toronto zwischen Andy Murray und Roger Federer.
Auch im zweiten Satz kassierte Federer bald ein Break zum 2:3. Nach einer knapp einstündigen Regenpause zeigte der Baselbieter in der kanadischen Abendsonne wieder seine guten Ansätze und schien dem Satzausgleich nahe. Das Niveau konnte er dazu aber erneut nicht lange genug hoch halten. Nach einem Break zum 6:5 und einem hartumkämpften letzten Aufschlagspiel verwertete der starke Murray seinen zweiten Matchball zum 7:5 und 7:5-Erfolg.
Federer: «Murray war mit Abstand der Beste»
Der Sieg der 23-jährigen Weltnummer 4 war indes logisch. Bereits letztes Jahr gewann Murray die Canadian Open, die abwechselnd in Toronto und Montreal ausgetragen werden. In diesem Jahr fand er nach einer bislang schwierigen Saison ohne Titelgewinn in Nordamerika erneut zur Bestform zurück. Auf dem Weg zum Triumph schaltete er neben Federer auch die Nummer 1 Rafael Nadal und den starken Rückkehrer David Nalbandian überzeugend aus. «Andy hat den Titel hier mehr als verdient. Er war der mit Abstand beste Spieler hier», anerkannte Federer.
Murray selbst sprach von einer der besten Wochen seiner Karriere und nutzte die Siegerrede zu einer Ankündigung: «Es ist das erste Mal, dass ich Roger in einem Final schlagen konnte. Ich hoffe, dass ich in ein paar Wochen an den US Open die nächste Gelegeneheit dazu erhalten werde.»
Federer nun als Titelverteidiger nach Cincinnati
Federer darf dank der Siege gegen die beiden Top-Ten-Spieler Tomas Berdych und Novak Djokovic zuversichtlich zum nächsten Turnier in Cincinnati reisen, wo er 2009 gewann. Sein erster Gegner ist dort nach einem Freilos James Blake oder ein Qualifier. Die Partie findet frühestens am Dienstag statt. Der Weg zur Titelverteidigung wird allerdings kein leichter. Weil er zum Auslosungs-Stichtag noch die Nummer 3 war, wurde er in die Tableauhälfte Nadals eingeteilt. Nach einem möglichen Halbfinal gegen den Spanier könnte im Final erneut Murray warten.
(koem)
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