Fussball
Testspiel
Schweiz siegt dank Benaglio und Costanzo
Tolles Nati-Debüt für Moreno Costanzo: Zwei Minuten nach seiner Einwechslung traf der YB-Regisseur zum 1:0-Testspielsieg der Schweiz über Österreich. Zweiter Schweizer Matchwinner in einer durchschnittlichen Partie war Keeper Diego Benaglio.
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Moreno Costanzo hätte sich seinen Einstand in der Schweizer Nationalmannschaft nicht besser wünschen können. In der 71. Minute wurde der 22-Jährige von Trainer Ottmar Hitzfeld eingewechselt, in der 73. Minute traf der Ostschweizer zum Schweizer Sieg. Er verwertete eine Flanke von Pirmin Schwegler, die von Marco Padalino noch abgelenkt wurde.
Yakins vergebene Chancen
Es war der Höhepunkt in einem durchschnittlichen Spiel. In der 1. Hälfte kontrollierte die Schweiz das Geschehen und hätte nach 2 guten Chancen von Hakan Yakin in Führung liegen müssen. Der Luzerner wirkte bei seinem ersten Länderspiel von Beginn an seit 2 Jahren aber etwas fahrig und vergab beide Chancen auf unnötige Weise.
Bessere Noten verdiente sich Valentin Stocker, der in den ersten 45 Minuten auf der linken Seite immer wieder für Gefahr sorgte und deutlich stärker spielte als sein Basler Klubkollege Xherdan Shaqiri auf der rechten Seite. Österreich hatte seinen gefährlichsten Moment in der 1. Hälfte nach 10 Minuten, als Diego Benaglio nach einem Kopfball von Emmanuel Pogatetz spektakulär klärte.
Benaglio rettet die Nati
Benaglios Können wurde auch in Hälfte 2 gebraucht. Die Schweiz baute nach dem Seitenwechsel stark ab, musste sich von den Österreichern dominieren lassen und hätte nach 63 Minuten eigentlich im Rückstand liegen müssen. Benaglio parierte aber einen Elfmeter von Christian Fuchs. Verursacht wurde der (fragwürdige) Penalty von Debütant François Affolter, der insgesamt eine starke Leistung zeigte.
Nur 7 Minuten nach dem Elfmeter war Benaglios Können noch einmal gefragt. Er parierte einen gefährlichen Schuss von Julian Baumgartlinger und sorgte damit dafür, dass Costanzos Traumdebüt überhaupt erst ermöglicht wurde. Nach der Schweizer Führung hatte die Nati das Spiel wieder unter Kontrolle und brachte den Sieg sicher nach Hause.
Engagiert, aber spielerisch limitiert
Insgesamt hinterliess die Nati einen zwiespältigen Eindruck. Der Auftritt der Nati war engagiert, spielerisch jedoch nicht immer überzeugend. In der Defensive hatte Abwehrpatron Stéphane Grichting das Geschehen in Halbzeit 1 jederzeit unter Kontrolle. Das zentrale Mittelfeld mit Gökhan Inler und Schwegler funktionierte über weite Strecken gut, brachte in der Offensive aber (zu) wenig Impulse.
Und im Angriff konnte Yakin die Vorurteile nicht widerlegen, dass er auf internationalem Niveau inzwischen nicht mehr über die nötige körperliche Verfassung verfügt. Eren Derdiyok blieb weitgehend blass und der eingewechselte Nassim Ben Khalifa - auch er Nati-Debütant - konnte dem Spiel in seinen 20 Minuten auf dem Feld keine Impulse mehr geben.
Zusätzliche Alternativen
Dank den starken Auftritten von Affolter und Stocker und dem Traumdebüt von Costanzo bleibt vom Spiel primär dies: Trainer Ottmar Hitzfeld verfügt in mehreren Reihen über einige zusätzliche Alternativen. Und mit Benaglio hat die Schweiz einen Keeper, auf den sich die Nati in jeder Situation verlassen kann.
(fel)
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