Fussball
Super League
Aufsteiger Thun überrascht weiter
Mutig, frech und offensiv: Der FC Thun belebt die Super League. In der 4. Runde bezwangen die Berner Oberländer ein allerdings enttäuschendes St. Gallen ohne Probleme und diskussionslos mit 3:0.
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0:4 in Luzern zum Saisonstart, 0:3 in Runde 3 im Basler St. Jakob-Park und nun ein 0:3 beim Liga-Neuling - St. Gallens Auswärtsbilanz kommt einem Desaster gleich.
Ganz andere Statistiken kann Thun aufweisen. Die Mannschaft von Trainer Murat Yakin bleibt nach der 4. Runde die einzige Mannschaft der Super League ohne Niederlage und belegt mit 8 Punkten den hervorragenden 2. Tabellenrang.
Scarione als Vorbereiter
Die Partie im Lachen-Stadion war bereits nach 22 Minuten vorentschieden. Nick Proschwitz stand nach einem Freistoss von Oscar Scarione goldrichtig und traf nach einer Viertelstunde zur frühen Thuner-Führung. 7 Zeigerumdrehungen später erhöhte Stefan Glarner auf 2:0. Erneut gab der umsichtige Scarione die Flanke, Glarner drosch den Ball aus halbrechter Position wunderbar volley in die entfernte hohe Ecke.
Der frühe Zweitore-Rückstand war ein hartes Verdikt für die Gäste, konnten sie zu Beginn das Spiel doch ausgeglichen gestalten. Noch bitterer wurde es in der 27. Minute, als Michael Langs Kopftor vom Unparteiischen aberkannt wurde - es dürfte ein Fehlentscheid gewesen sein.
St. Gallen: offensiv harmlos
Symptomatisch für den Auftritt der Ostschweizer die Szene in der 60. Minute: Nach einer Flanke auf den zweiten Pfosten von Adrian Winter setzte Mario Frick aus 3 Metern unbedrängt zum Hechtkopfball an und brachte das Kunststück fertig, das Tor zu verfehlen.
Nur wenig später war die Partie gelaufen. Benjamin Lüthi flankte von rechts, St. Gallens Innenverteidiger Tim Bakens ging mit dem Kopf dazwischen und erwischte seinen Torhüter Germano Vaillati - 3:0. Auch diese Szene passte zur blassen Performance der St. Galler.
Mit 12 Gegentoren und nur 3 erzielten Treffern nach 4 Runden sieht nicht nur die Tor-Bilanz der Ostschweizer haarsträubend aus. Der Mannschaft fehlt es an Klasse und an Führungsfiguren. Vor allem die Offensive ist nach dem Abgang von Moreno Costanzo frei von Kreativität.
(jäg)
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