Leichtathletik
EM
Lisa Urech läuft auf Platz 7
Hürdensprinterin Lisa Urech hat sich an der EM in Barcelona für den Final qualifiziert. Dort lief sie in 13,02 Sekunden auf Platz 7. Gold gewann die Türkin Nevin Yanit.
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In 12,61 stellte Yanit einen neuen Landesrekord auf. Platz 2 ging an die Irin Derval O'Rourke (12,65). Auch sie stellte eine neue nationale Bestmarke auf. Dritte wurde Carolin Nytra aus Deutschland (12,68).
Lisa Urech, auf Bahn 2 laufend, war schon bei der ersten Hürde gegenüber der Spitze im Hintertreffen. Im sehr schnellen Rennen hatte sie nie Chancen auf eine Medaille. Am Ende reichte es für die 21-jährige Emmentalerin in 13,02 zu Platz 7.
Acht Minuten bangen
80 Minuten zuvor hatte sich Urech in guten 12,95 in ihrem Halbfinal das Weiterkommen gesichert. Zwar war sie im ersten der beiden Läufe gegen die späteren Medaillengewinnerinnen Yanit (12,71), Nytra (12,75) und O'Rourke (12,75) chancenlos. Als Vierte durfte sie trotzdem darauf hoffen, als eine der beiden Zeitschnellsten den Final zu erreichen.
Rund acht Minuten nach ihrem Zieleinlauf hatte das bange Warten für die Läuferin vom SK Langnau ein Ende. Der zweite Halbfinal war mit einer Siegerzeit von 12,81 langsamer, und Urech qualifizierte sich als Siebtschnellste für den Final.
Ein Stein vom Herzen gefallen
Dass sich Urech im Final nicht mehr steigern konnte, entbehrte angesichts ihrer Unerfahrenheit nicht einer gewissen Logik. Die junge Schweizerin freute sich dermassen über den Finaleinzug («Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen.»), dass es ihr nicht mehr gelang, sich wie gewohnt auf das Rennen zu fokussieren. «Ich hatte zu wenig Zeit, um herunterzukommen», sagte die Emmentalerin.
Mehr als Rang 4 wäre für die Schweizerin jedoch auch mit einem perfekten Lauf kaum möglich gewesen. Immerhin feierte sie einen Prestige-Erfolg, liess sie doch im Final ihre deutsche Trainingskollegin Nadine Hildebrand (13,08) hinter sich.
Züblin auf Platz 16
Siebenkämpferin Linda Züblin steigerte sich gegenüber dem 1. Tag um 5 Positionen und schloss den Wettkampf auf Rang 16 ab. Die Thurgauerin erreichte ein Total von 5912 Punkten.
Die EM-Limite von 5900 Zählern, das absolute Minimalziel, überbot sie hauchdünn. In der 5. Disziplin, dem Weitsprung, hatte die Ostschweizerin eine neue persönliche Saisonbestleistung aufgestellt.
Beim Speerwerfen, Züblins Paradedisziplin, liess sich die 24-Jährige die viertbeste Weite notieren (49,36 m). Im abschliessenden 800-m-Lauf blieb sie in 2:17,54 Minuten rund zwei Sekunden über ihrer persönlichen Bestzeit.
Schweizer Sprint-Staffel im Final
Die Schweizer 4x100-m-Staffel der Männer qualifizierte sich am Samstagmorgen für den Final. Das Quartett lief im Vorlauf in 39,22 Sekunden auf den dritten Rang und kämpft am Sonntag ab 19.35 Uhr (live auf «SF zwei») um die Medaillen.
Pascal Mancini, Aron Beyene, Reto Amaru Schenkel und Marc Schneeberger liefen ein souveränes Rennen mit sauberen Übergaben. Insbesondere die Neulinge Mancini und Beyene hinterliessen einen starken Eindruck. «Pascal ist ausgezeichnet gestartet, das hat uns zusätzlichen Schub gegeben», lobte Beyene den Schweizer Startläufer.
Die Zeit von 39,22 bedeutet für das Quartett Saisonbestzeit und lässt für Sonntag einiges erhoffen. In der Gesamtabrechnung beider Vorläufe reichte es für die Schweiz zu Rang 5.
Marathon-Läuferinnen ohne Exploit
Maja Neuenschwander beendete den Marathon der Frauen auf Rang 27. Die Bernerin lief bis Kilometer 30 gut, danach brach sie ein. Patricia Morceli musste aufgeben.
(rek/sil/si)
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