Fussball
Super League
YB bleibt weiterhin sieglos
Vizemeister YB kommt nicht auf Touren. Beim Gastspiel in Bellinzona unterlagen die harm- und ideenlosen Berner mit 1:2. Die personellen Rochaden von Trainer Vladimir Petkovic im Vergleich zur Partie gegen Fenerbahçe fruchteten nicht.
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Noch vor drei Tagen zeigten die Young Boys anlässlich des Qualifikationsspiels zur Champions League gegen Fenerbahçe Istanbul erfrischenden Offensivfussball mit viel Kreativität und Leidenschaft. Doch davon war beim Auswärtsspiel in Bellinzona nichts mehr zu sehen: Lustlos und uninspiriert spulten die Berner ihr Pensum ab. Paradoxerweise erwachte YB erst, als sein Abwehrpatron Emiliano Dudar mit Gelb-Rot vom Platz flog (73.).
Doch die 0:2-Hypothek zu diesem Zeitpunkt war zu gross. Zwar konnte Emmanuel Mayuka in der 83. Minute noch auf 1:2 verkürzen, doch zu mehr waren die Hauptstädter nicht fähig.
Bellinzona ohne grossen Aufwand zum 2:0
Bellinzona nutzte die schwache erste Halbzeit der Gäste für eine 2:0-Führung. Bereits nach 7 Minuten brachte Mauro Lustrinelli die ACB in Front. In der letzten Saison hatte Lustrinelli für die Rückrunde noch das Trikot von YB (13 Spiele, 3 Tore) getragen.
Kurz vor dem Pausentee erhöhte Frank Feltscher auf 2:0 für die Tessiner. Nach einem Lattenschuss herrschte in der YB-Abwehr ein heilloses Durcheinander, Feltscher behielt die Übersicht und schob den Ball über die Linie.
YB: erneut frühes Gegentor
Mit dem 2:1-Heimsieg hat Bellinzona nach zwei Niederlagen zum Saisonstart die ersten Punkte eingefahren. Noch in der letzten Saison verloren die Tessiner alle 4 Direktvergleiche mit YB diskussionslos.
Trist sieht die aktuelle Situation bei YB aus: 3 Spiele, 2 Punkte - so hat man sich den Saisonstart mit den Spielen gegen Thun, Luzern und Bellinzona nicht vorgestellt. Trainer Petkovic ist weiterhin auf der Suche nach dem «richtigen» System für sein Team. Wie gegen Fenerbahçe liess er die Mannschaft in einem 4-1-4-1 auflaufen - doch erneut kassierten die Berner, wie schon gegen Thun und die Türken, ein Gegentor in den ersten 10 Minuten.
Petkovic rochierte im Vergleich zum letzten Spiel gegen «Fener» mächtig: David Degen, Thierry Doubaï, Senad Lulic und Henri Bienvenu fanden sich auf der Ersatzbank wieder. Zudem rückte Marco Wölfli wieder ins Tor. Doch die «Neuen» nutzten ihre Einsatz-Chance nicht. Mario Raimondi, Xavier Hochstrasser, Marco Schneuwly wie auch Alberto Regazzoni blieben unauffällig - wie das gesamte Team.
(jäg)
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