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Super League
Challandes: «Wir brauchen eine Heldentat»
Die vergangenen drei Jahre sass Bernard Challandes auf der Trainerbank des FC Zürich. Am Samstag kehrt er an seine alte Wirkungsstätte zurück und will eine Heldentat vollbringen. Derweil versucht YB, den Schwung des tollen Auftritts gegen Fenerbahçe nach Bellinzona mitzunehmen.
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Im April als FCZ-Coach entlassen setzte sich Challandes nur fünf Wochen später auf den Schleudersitz in Sion. Für viele war es unverständlich, dass sich der Romand freiwillig den Launen des exzentrischen Präsidenten Christian Constantin aussetzt. Für Challandes ist das kein Thema: «Der Job in Sitten ist für mich keine Existenzfrage mehr, sondern eine Frage der Leidenschaft», erklärte er in einem Interview mit dem Tages-Anzeiger .
Challandes' Understatement
Leidenschaft ist auch bei seiner Mannschaft gefragt, wollen die Sittener auswärts in Zürich punkten. Ein schwaches Bellinzona war beim 2:0 zum Auftakt der Super League noch kein Gradmesser. Gegen den Titelfavoriten Basel gab es am 2. Spieltag prompt eine Heimniederlage (1:2). Wie stark Sion wirklich ist, dürfte erst der Test gegen den FCZ zeigen.
Challandes macht vor der Partie auf Understatement und schiebt die Favoritenrolle den Zürchern zu. «Wenn wir optimal spielen, dann haben wir sicher eine Chance. Um aber nur schon einen Punkt im Letzigrund zu holen, brauchen wir eine Heldentat.»
«YB-Helden» müssen ins Tessin
Nahe an der Heldentat stand YB am vergangenen Mittwoch im Champions-League-Qualifikationsspiel gegen Fenerbahçe Istanbul. Das Team von Vladimir Petkovic begeisterte die Zuschauer mit Offensiv-Fussball und spielte die Gäste phasenweise an die Wand. Die zuvor mässigen Auftritte gegen Thun (1:1) und Luzern (1:1) wurden dadurch kaschiert.
Der neue Schwung soll nun in die Meisterschaft mitgenommen werden. Gegner der Berner ist am Samstag Petkovics Ex-Klub Bellinzona. Der YB-Trainer weiss aber, dass der Auftritt im Tessin kein Selbstläufer wird: «Das Spiel wird schwerer als gegen Fenerbahçe, vor allem in mentaler Hinsicht», sagte er im Interview mit dem Bund. «Schwächephasen wie gegen Thun und Luzern darf sich die Mannschaft in Bellinzona nicht leisten.»
Fragezeichen bei Bienvenu
Ausser Henri Bienvenu sind alle Berner fit. Der Kameruner erlitt im Spiel gegen die Türken eine Oberschenkelprellung. «Sein Einsatz gegen Bellinzona ist ungewiss», meinte Petkovic.
Die Partien vom Samstag
FC Zürich (4.) - FC Sion (5.) 17.45 Uhr
AC Bellinzona (10.) - Young Boys (7.) 17.45 Uhr
(sil)
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