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Benjamin Huggel gibt Nati-Rücktritt
Benjamin Huggel zieht einen Schlussstrich unter seine Karriere im Schweizer Nationalteam. Der defensive Mittelfeldspieler will sich künftig auf seine Aufgaben mit dem FC Basel konzentrieren. Stéphane Grichting hingegen wird der Nati erhalten bleiben.
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Huggel bestritt 41 Länderspiele und erzielte zwei Tore. Eine tragende Kraft wurde der 33-jährige defensive Mittelfeldspieler, der im August 2003 beim 0:2 gegen Frankreich als linker Flügel debütiert hatte, allerdings erst unter Ottmar Hitzfeld.
Rücktritt keine Überraschung
Er müsse auf seinen Körper hören und die Kräfte bündeln, begründete Huggel seinen Entscheid, den er Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld unter vier Augen mitteilte. Überraschend kommt der Verlust des 2009 zum besten Nati-Akteur gewählten Spielers nicht. Der zweifache Familienvater hatte mehrmals betont, die WM 2010 sei sein letztes grosses Turnier.
Nati-Coach Ottmar Hitzfeld bedauerte Huggels Rücktritt, kann die Gründe aber nachvollziehen: «Ich hätte sehr gern auch in der EURO-Qualifikation auf die Klasse und Erfahrung Huggels zurückgegriffen. Er war ja in den letzten zwei Jahren nicht umsonst absolut unbestritten in unserem Mittelfeld. Aber wenn ein 33-jähriger Spieler sagt, er möchte seine Kräfte nurmehr für den Verein einsetzen, der national und international stark engagiert ist, muss man das auch akzeptieren.»
Unrühmlicher Auftritt in der Türkei
2004, 2008 und zuletzt in Südafrika gehörte Huggel zum Schweizer WM- oder EM-Endrunden-Kader, zum Einsatz kam er während 258 Minuten. Die Weltmeisterschaften 2006 hatte der Baselbieter verpasst: Nach dem skandalösen Barrage-Rückspiel in der Türkei wehrte er sich gegen die Angriffe der einheimischen Spieler. Eine Kamera filmte Huggel bei der Auseinandersetzung mit Alpay. Die Folge waren sechs Spielsperren, die später um zwei Partien reduziert wurden. An der EURO 2008 im eigenen Land war er zwar spielberechtigt, Köbi Kuhn setzte aber nicht auf ihn.
Grichting bleibt Nati treu
Im Gegensatz zu Huggel wird Stéphane Grichting seine Nati-Karriere fortsetzen: «Es beginnt ein neuer Zyklus, vielleicht mit neuen Spielern, und das reizt mich", erklärte der 31-jährige Walliser Innenverteidiger in einem Interview mit der Zeitung Le Matin. Der Abwehrspieler von Auxerre hat bislang 38 Länderspiele bestritten, die letzten drei an der WM in Südafrika.
(si/sil)
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