Tour de France
Contador gewinnt die Tour!
Alberto Contador ist der Sieger der 97. Tour de France. Der Spanier wurde auf der letzten Etappe über 103 km von Longjumeau nach Paris wie erwartet nicht mehr angegriffen. Contador holte sich den Gesamtsieg nach 2007 und 2009 zum dritten Mal.
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In der gemütlichen 20. Etappe wurde es erst in der Schlussphase hektisch. Der Brite Mark Cavendish entschied den prestigeträchtigen Sprint auf den Champs-Elysées für sich. Das Punktetrikot sicherte sich Alessandro Petacchi. Der Italiener hielt mit seinem 2. Rang seinen letzten verbliebenen Rivalen Thor Hushovd (No) auf Distanz.
Traditionsgemäss genoss Contador auf seiner Triumphfahrt nach Paris ein Glas Champagner. Bei der Zieldurchfahrt in Paris gab er seinen «Pistolero»-Schuss ab und streckte die Arme in den Himmel.
Contador: «Ein sehr emotionaler Sieg»
«Es war eine sehr schwere Tour. Es war psychologisch sehr schwierig und ich habe sehr gelitten», zog der Astana-Profi nach der Zieldurchfahrt Bilanz. «Es ist ein ganz besonderer und sehr emotionaler Sieg für mich.»
Kleiner Rückstand von Schleck
Mit Contador standen in Paris Andy Schleck und Denis Mentschow auf dem Podest. Der Luxemburger Schleck wies nach 3642 km nur 39 Sekunden Rückstand auf den Spanier auf. 31 Sekunden davon stammten von den letzten Kilometern des Zeitfahrens vom Samstag. Gemäss Contador wird es dieses Bild auch in Zukunft öfters geben: «Andy wird in den nächsten Jahren mein härtester Rivale sein. Das wird ein spannendes Duell.»
Mentschow gelang es bei der gleichen Gelegenheit, Samuel Sanchez (Sp) den 3. Schlussrang zu entreissen. Der Russe war schon 2008 Dritter gewesen.
Selbes Top-Duo wie im Vorjahr
Bei seinem ersten Triumph vor drei Jahren wies Contador sogar nur 23 Sekunden Vorsprung auf Cadel Evans (Au) auf. Es handelte sich um jene Ausgabe der Tour de France, als der damalige Gesamterste Michael Rasmussen (Dä) wegen Irreführung der Dopingfahnder aus dem Rennen genommen wurde. Letztes Jahr setzte sich Contador mit 4:11 Minuten vor Andy Schleck durch.
Diskussionen um Armstrong-Team
Vor dem Start zur Schlussetappe war es zu einem Eklat um Lance Armstrong gekommen. Der Rekordsieger und seine Helfer wollten die letzten 100 km der Rundfahrt mit Trikots von Armstrongs Krebsstiftung zurücklegen. Erst als die Jury mit der Disqualifikation drohte, liessen sich die Fahrer dazu bewegen, in ihr übliches, vom Reglement her zugelassenes Trikot zu wechseln.
(rst/koem/mos)
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