Leichtathletik
EM Barcelona
Viktor Röthlin startet an der EM
Angeführt von Viktor Röthlin nimmt eine 21-köpfige Schweizer Delegation an der EM in Barcelona (27.07. - 01.08.) teil. Der Obwaldner Marathonläufer entschied sich nach seinem 7. Rang am 10-km-Lauf von Sunderland für einen EM-Start.
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Röthlin wird somit nach zwei Lungenembolien und einer Fersenoperation am 1. August erstmals seit den Olympischen Spielen in Peking wieder an einem Marathon starten und in Barcelona das EM-Silber von Göteborg verteidigen.
Grünes Licht in Sunderland
Der Schweizer Rekordhalter (2:07:23 Stunden) gab in Sunderland nach einer 10-km-Zeit von 29:54 grünes Licht. Röthlin lief von Beginn an sein eigenes Tempo und hatte im Ziel das Gefühl, dass er noch nicht ausgepumpt sei.
Die medizinischen Tests waren schon seit dem Frühjahr positiv ausgefallen, nun stimmte nach einem ansprechenden Auftritt in Grossbritannien auch die Rückmeldung im Wettkampf.
Keine leichte Entscheidung
Röthlin hatte sich seinen Entscheid nicht leicht gemacht. Er war nach dem schwachen Auftritt beim GP von Bern am 22. Mai in die Zwickmühle geraten. Eigentlich plante er, bereits nach den 10 Meilen durch Bern die Richtung für die kommenden Monate vorzugeben. Doch aus den negativen Emotionen heraus wollte er den Marathon am 1. August in Spanien nicht absagen, obwohl die Fakten diesen Schluss damals nahe legten.
Ohne Büchler und Kundert
Viktor Röthlin komplettiert mit seiner Zusage das 21-köpfigen EM-Team von Swiss Athletics. Nicht aufgeboten wurden die angeschlagene Stabspringerin Nicole Büchler und Hürden-Sprinter Andreas Kundert.
Swiss Athletics will keine Verletzten im Team. Stabhochspringerin Büchler hatte bereits vor dem Entscheid der Selektionäre ihren EM-Verzicht erklärt. Sie leidet seit Anfang Juni an einem Knochenmarködem im rechten Fuss und kam beim Belastungstest an den Schweizer Meisterschaften nicht auf Touren.
In 19 Disziplinen am Start
Kundert hatte am Freitagabend auf einen Start verzichtet und erbrachte somit die Bestätigung seiner Wettkampftauglichkeit nicht. Dem St. Galler klebt das Pech an den Füssen. Der 25-Jährige verpasst wegen einer Adduktorenverletzung zum vierten Mal in den vergangenen fünf Saisons den Höhepunkt.
Die Schweiz ist in Barcelona in 19 Disziplinenstarts vertreten.
Selektionierte Schweizer/innen
Männer
200 m: Marc Schneeberger (TVL Bern), Alex Wilson (OB Basel)
5000 m: Philipp Bandi (GG Bern)
10 000 m: Christian Belz (ST Bern)
Marathon: Viktor Röthlin (STV Alpnach)
400 m Hürden: Fausto Santini (LC Zürich)
Dreisprung: Alexander Martinez (LC Zürich)
Zehnkampf: Simon Walter (LC Turicum)
4x100 m: Pascal Mancini (Stade Genève), Aron Beyene (Stade Genève), Schneeberger, Reto Amaru Schenkel (LC Zürich), Alex Wilson (OB Basel). Rolf Malcolm Fongué (LC Zürich) auf Pikett.
Frauen
5000 m: Sabine Fischer (LC Rapperswil-Jona)
10 000 m: Martina Strähl (LV Langenthal)
Marathon: Patricia Morceli (TV Cham), Maja Neuenschwander (ST Bern)
100 m Hürden: Lisa Urech (SK Langnau), Clélia Reuse (CABV Martigny)
Hoch: Beatrice Lundmark (GAB Bellinzona)
Weit: Irene Pusterla (Vigor Ligornetto)
Stab: Anna Katharina Schmid (ST Bern)
Siebenkampf: Linda Züblin (LAR Bischofszell)
(si/boe)
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