WM 2010 Südafrika
Gastgeber
Was bleibt Südafrika von der WM?
Die erste WM auf dem afrikanischen Kontinent ist vorbei. Die Südafrikaner feiern sich als bester WM-Gastgeber aller Zeiten. Das ist wohl etwas hoch gegriffen. Mit Bestimmtheit kann aber gesagt werden, dass Südafrika seinen Aufgaben in bester Weise nachgekommen ist.
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Die Erwartungshaltung an das WM-Turnier am Kap war nicht allzu hoch, es gab im Vorfeld viel Kritik und Befürchtungen. Das Turnier verlief jedoch reibungslos, Südafrika hat seinen Job gemacht. In Anbetracht der schwierigen Situation, in der sich der einstige Apartheidstaat immer noch befindet, kann durchaus von einem Erfolg gesprochen werden.
Der Stolz der Regierung
«Wir haben allen Grund stolz auf das zu sein, was wir im vergangenen Monat als Gastgeber geleistet haben», sagte Regierungssprecher Themba Maseko. Glücklich zeigte sich auch Staatspräsident Jacob Zuma: «Wir haben erstmals Einheit, Patriotismus und Solidarität zwischen allen Südafrikanern erlebt.»
Soziale Schranken abbauen
Nun ist Südafrika aufgefordert, den Schub der WM zu nutzen. Zehn schöne Stadien reichen nicht aus. Die sozialen Schranken müssen abgebaut werden, die Schere zwischen Arm und Reich darf nicht noch grösser werden. Immer noch leben Millionen Einwohner der Regenbogennation in Townships unter erbärmlichsten Bedingungen.
Polizisten für mehr Sicherheit?
Von der WM profitiert haben nur wenige Südafrikaner. Die Einnahmen der Strassenhändler etwa blieben weit unter den Erwartungen zurück, Hotelbesitzer sassen wegen merkwürdiger Reservierungspraktiken der FIFA auf leeren Zimmern fest. Ein Hoffnungsschimmer scheint da der Kampf gegen die Kriminalität: 40‘000 Polizisten hat Südafrika für die WM angestellt, alle sollen sie auch nach der WM im Dienst bleiben.
Ein Schub für den Tourismus
Nachhaltig wirken soll auch der Schub für die Tourismus-Branche. 1,3 Millionen Südafrikaner leben von den Einnahmen aus der Reiseindustrie. Durch die WM-Bilder, die auf der ganzen Welt ausgestrahlt wurden, sollen im Land am Kap neue Bestmarken erreicht werden in der Tourismus-Industrie.
Nun auch Olympia?
Was von der WM bleibt ist dies: Südafrika hat sich als seriöser und gewissenhafter Gastgeber präsentiert, der nun sogar mit der Austragung der Olympischen Spiele 2020 liebäugelt. Die südafrikanische Bevölkerung hat sich als enorm gastfreundlich gezeigt. Genau für jene Südafrikaner bleibt zu hoffen, dass der Effekt einer positiven WM ein nachhaltiger bleiben wird.
(fel)
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