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WM 2010 Südafrika

Würdigung

Spanien: Beste Mannschaft aller Zeiten?

Montag, 12. Juli 2010, 0:29 Uhr, Aktualisiert 09:13 Uhr

Spanien hat es geschafft: Zwei Jahre nach dem EM-Titel sind die Iberer nun auch Weltmeister. Eine Überraschung ist das nicht. Spaniens «goldene Generation» sorgt für neue Massstäbe im Fussball und scheint seinen Konkurrenten meilenweit überlegen.

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An den Final der WM 2010 wird man sich nicht lange erinnern. Die Partie in Johannesburg sorgte für nur wenige spielerische Highlights und war damit Spiegelbild einer WM, bei der Fussball-Ästheten nur selten auf ihre Kosten kamen. Erinnern aber wird man sich an den Weltmeister: Spanien zeigte auch an dieser WM, dass seine Nationalmannschaft der Konkurrenz weit überlegen ist.

Beeindruckende Statistik

Wie dominant Spanien in den letzten Jahren auftrat, zeigt ein Blick in die Statistik. Von den letzten 55 Spielen verlor die «Furia Roja» nur deren 2, in der Qualifikation zur WM blieben die Iberer in 10 Partien ohne Verlustpunkt. Und an der Endrunde brachte auch der Ausrutscher zum Auftakt gegen die Schweiz das spanische Team nicht aus dem Tritt.

Den Fussball geprägt

Spaniens «goldene Generation» mit Spielern wie Xavi, Xabi Alonso, Iniesta, Villa oder Torres ist nicht nur erfolgreich, sie hat dem modernen Fussball ein neues Gesicht gegeben. Das atemberaubende Kurzpassspiel, das sofortige Pressing nach einem Ballverlust und die konsequent offensive Spielweise sind nicht nur attraktiv anzuschauen. Die Attribute des spanischen Spiels stehen als Synonyme für die wichtigsten Veränderungen der letzten Jahre.

Mit ihren Klubs Real Madrid oder Barcelona haben die spanischen Nationalspieler auf Klubebene schon alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Nun dürfen sich Casillas, Puyol und Co. nicht nur Europameister, sondern auch Weltmeister nennen. Nach einer jahrzehntelangen Dürreperiode haben die spanischen Akteure den Weg zum Erfolg gefunden.

Rivalitäten zurückgesteckt

Die Gründe für Spaniens Hausse sind vielfältig. Natürlich bringt die aktuelle Generation individuelles Potenzial mit wie vor ihr keine andere spanische Equipe. Fast noch wichtiger ist aber, dass es Spanien heute schafft, die regionalen Rivalitäten fern vom Nationalteam zu halten. Ob Baske, Katalane oder Madrilene: Geht es um die «Furia Roja», spielt dies heute keine Rolle mehr.

Spaniens «goldene Generation» hat mit dem EM- und dem WM-Titel eine reiche Ernte aus ihrem enormen Potenzial geschlagen. Ausgebildet wurden praktisch alle Spieler des Weltmeisterteams in den Jugendakademien der Grossklubs. Dort wächst derzeit die nächste Generation heran, taktisch hervorragend ausgebildet und spielerisch auf höchstem Niveau. Spanien ist Weltmeister und Spanien wird den Weltfussball auch in den nächsten Jahren noch nachhaltig prägen.

(fel)